Java-Pakt: Oracle und IBM kooperieren
Einst war zwischen Sun und IBM nicht gut Kirschen essen, immer wieder gab es Konflikte rund um Java. Nur wenige Monate nach dem Kauf des Computerherstellers Sun durch Oracle scheint das Kriegsbeil jetzt aber begraben. Mehr noch: Die beiden Grosskonzerne wollen zukünftig gar verstärkt gemeinsam an der Entwicklung von Java arbeiten.
Die Zusammenarbeit wird das OpenJDK-Projekt, die Open-Source-Implementierung der Java-Plattform, die Spezifizierung der Standard Edition (Java SE), die Java-Sprache, das Java-Development-Kit und die Java-Runtime-Environment (JRE) umfassen, schreiben Oracle und IBM in der gemeinsamen Medienmitteilung.
In der Kooperation sehen verschiedene Kommentatoren die Zusammenarbeit vor allem als pragmatische Lösung, so auch das österreichische Portal derstandard.at: IBM sei stark von Java abhängig, während Oracle bislang damit zu kämpfen gehabt hätte, dass die eigenen Pläne für JDK7 und JDK8 bislang kaum Unterstützung ausserhalb des eigenen Unternehmens gefunden habe. Diese Einschätzung bestätigt Adam Messinger, ein Software Vice President von Oracle. Er sagte der New York Times: “Das Abkommen ist eine Reflektion der strategischen Realität von beiden Firmen. Wir bündeln Resourcen um Innovationen auf der Java-Plattform voranzutreiben."
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