Kabelnetzunternehmen geben sich unbeeindruckt vom Rummel um die Glasfaser
Der Branchenverband der Schweizer Kabelnetzbetreiber Swisscable will zeigen, dass die bestehenden Netze der Schweizer Kabel-TV-Unternehmen auch in Zukunft nicht zum alten Eisen gehören werden. Dazu hat Swisscable eine Studie durchgeführt, in der unter anderem hervorgehoben wird, dass es die derzeitigen Kabelnetzen, so genannte Hybrid-Fiber-Coax-Netze (HFC-Netze), noch nicht zum alten Eisen gehörten. Diese Netze bestehen bereits heute zum grössten Teil aus Glasfasern. Nur die letzten hundert Meter von den Netzknoten bis ins Haus bestehen aus koaxialen Kupferkabeln. Diese Kabel seien jedoch um ein Vielfaches leistungsfähiger als zum Beispiel Telefonleitungen und zudem ausbaufähig. So könnten die bestehenden Glasfaserleitungen näher an die Gebäude gezogen werden. Damit wird die Koaxialkabelstrecke zum Haus verkürzt, wodurch die Datenrate pro Anschluss erhöht werden könnte. Die Einführung des neuen Übertragungsstandards DOCSIS 3.0 (Data Over Cable Service Interface Specification) erlaube zudem das Anbieten von Datenraten von einigen hundert Megabit pro Sekunde, zusätzlich zu den bestehenden Broadcast-Diensten. Die neuen Modulationsverfahren für DVB-C2, die zurzeit in der Entwicklung stehen, würden zudem eine weitere Effizienzsteigerung versprechen.
Auf bestehenden Kabelnetzen könnten auch verschiedene Übertragungstechniken eingesetzt werden, so Swisscable weiter. Ein Umstieg von der Rundfunktechnik auf eine IP-basierte Übertragung sei deshalb möglich.
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