Kim Jong-il goes Web 2.0
Nordkorea investiert in die Computerausbildung der Jugend - jedoch noch immer nur für die Elite.
Kim Jong-il setzt auf die digitale Technik. Er investiert, trotz bedrohlicher Knappheit von Lebensmitteln und Treibstoff in Nordkorea, in die Computerausbildung für die Jugend. So will er das Land zu einer digitalen Revolution führen.
Ebenfalls besteht für Nordkorea die Möglichkeit mit dem technologischen Aufschwung den möglichen Nachfolger Kim Jong-un als guten Führer hinzustellen. Befürchtungen machen sich aber schon breit, dass diese Initiative des Diktators vor allem der digitalen Kriegsführung mithilfe von Hackerattacken dienen soll, wie der Tagesanzeiger berichtet.
Nordkoreas grösstes IT-Zentrum, das staatliche Korea Computer Center, besteht seit 1990. Nordkoreanische IT-Firmen hätten seither Software für Banken im Nahen Osten, Apps für Handyhersteller in Japan und Südkorea und sogar Spiele für Nintendo und die Playstation entwickelt, sagt Paul Tjia, ein niederländischer IT-Berater, der seit Jahren mit nordkoreanischen Firmen zusammenarbeitet.
Elitäre "Revolution"
Jedoch steht diese Revolution nur der Elite in Pyongyang zur Verfügung. Bis auf wenige hohe Regierungsbeamte hat kaum jemand Zugang zum Internet, sondern muss sich noch immer mit dem Intranet Nordkoreas begnügen. Diese Elite beginnt bereits im Grundschulalter mit der Computerausbildung. In der besten Universität des Landes, der Kim-Il-Sung-Universität, sind viele der Hörsäle im Winter nicht geheizt. Dennoch öffnete im vergangenen Jahr eine E-Bücherei auf dem neuesten technischen Stand ihre Tore, die den Studenten den Zugang zu 2,8 Millionen Büchern ermöglicht.
Laut Tagesanzeiger warnt vor allem Südkorea vor einem Cyberwar mit dem Nachbarn im Norden. Seit einer Hackerattacke im Jahr 2009 auf Regierungsseiten der USA und Südkorea sich nicht unbegründet. Auch diesen März sind weitere 40 südkoreanische Websites angegriffen worden. Nordkorea streitet jegliche Beteiligung an solchen Attacken ab.
Update: Betrüger kapern wieder Whatsapp-Konten mit erfundenen Abstimmungen
Deshalb reden Vampire so, wie sie reden
Apple mietet Standort in Zürich Altstetten
Schweizer Tech-Dienste dürfen Daten mit europäischen Strafverfolgern teilen
Warum KI allein noch keine besseren Services schafft
IT-SA plant nach Besucherrekord zusätzliche Halle und neuen Markenauftritt
Digitale Souveränität: Kontrolle ohne Abschottung
Hacker klauen bei Binance Kryptogeld im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar
Wie IT-Lieferketten und Insider zur Gefahr werden können