Konkurrenz mit Googles Vorschlägen nicht zufrieden
Google hat der EU Vorschläge zur besseren Platzierung von Konkurrenzdiensten gemacht, um ein Kartellverfahren abzuwehren. Die Konkurrenten zeigen sich jedoch nicht kompromissbereit.
Auf Druck der EU-Wettbewerbshüter hat Google Vorschläge eingebracht, wie Links zu Google-Konkurrenten prominenter in den Suchergebnissen platziert werden könnten. Damit will der Konzern ein Kartellverfahren vermeiden. Allerdings zeigt sich die Konkurrenz mit den Zugeständnissen von Google nicht zufrieden, wie Bloomberg berichtet.
Kein Kompromiss
Der Interessenverband Icomp (Initiative for a Comepetitive Online Marketplace), zu dem auch Microsoft gehört, lehnt die Vorschläge von Google gegenüber Bloomberg ab. Eine andere Form der Darstellung von Suchergebnissen werde auf keinen Fall genügen, so Icomp-Vertreter David Wood zu Bloomberg. Er habe allerdings auch eingeräumt, die Vorschläge noch nicht im Detail gesehen zu haben.
Keine Diskriminierung
Der zweite Interessensverband Fairsearch sei ebenfalls gegen Googles Kompromissvorschlag. "Google muss seine Produkte und Dienste den gleichen Regeln unterwerfen, die für andere gelten", so Thomas Vinje, Vertreter von Fairsearch, zu Bloomberg. Beide Verbände fordern Bloomberg zufolge, dass jede Veränderung der Google-Dienste nicht nur in der EU, sondern weltweit gültig sein müsse.
Keine Auswirkungen
Demnächst will die EU-Kommission die Google-Konkurrenten, die vor mehr als zwei Jahren die EU-Ermittlungen gegen Google initiierten, zu den Vorschlägen von Google befragen. Aber auch ohne eine Zustimmung der Konkurrenz könnte die EU-Kommission die Vorschläge von Google akzeptieren, heisst es bei Bloomberg.
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