Liberty Alliance: erste Spezifikationen publiziert
Die Industrie-Initiative Liberty Alliance hat unter der Bezeichnung Version 1 ein erstes Set an Spezifikationen für die gemeinsame End-to-End-Lösung für eine Network-Identity-Infrastruktur (open federated network identity solution) veröffentlicht. Ziel der virtuellen Internet-ID ist es, sichere User-Identifizierung und -Anmeldung für den elektronischen Handel, unabhängig von der technischen Umgebung, zu etablieren. Das System, das von Sun Microsystems initiiert wurde, steht in direkter Konkurrenz zu Microsofts Passport-System. Sun hat denn auch bereits angekündigt, das System in das SUN ONE-Projekt zu integrieren. Erste Produkte, die den Ausweis der Liberty Alliance nutzen, sollen Ende 2002 verfügbar sein, unter anderem von Communicator Inc., Entrust Inc., NeuStar Inc., Novell Inc., OneName Corporation und RSA Security.
Zu den Mitgliedern der Liberty Alliance gehören derzeit 62 Unternehmen, darunter AOL Time Warner, Nokia, Ericsson, Vodafone, France Telecom, NTT DoCoMo, Citigroup, Mastercard und Visa. Anders als im Konzept von Microsoft vorgesehen sollen die User-Daten von Liberty-Alliance-Anwendungen nicht zentral gespeichert werden.
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