MA Comis 2005: kein Röstigraben bei der Internetnutzung

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Die Internetnutzungs-Statistik "MA Comis" des Medienforschungsunternehmens Wemf bietet in der Ausgabe 2005 zum ersten Mal auch Daten für die Westschweiz an. Der Vergleich der Deutschschweizer und der Westschweizer Daten zeigt, dass sich die Gewohnheiten der Internetnutzer in diesen beiden Landesteilen ähnlich sind. Zu den wenigen Unterschieden gehört, dass sich die Internauten der Romandie öfter Stadtplan-, Ausgeh- und Reiseinformationen im Internet ansehen (82 vs. 77 Prozent Anteile; 70 vs. 66 Prozent; 67 vs. 62 Prozent) und öfter zum Spass (72 vs. 61 Prozent) oder zur Unterhaltung (74 vs. 62 Prozent) surfen als die Deutschschweizer. Diese konsultieren dafür beispielsweise mehr E-Telefonbücher (78 vs. 73 Prozent). In einem Jahr wird sich zeigen, ob sich die feinen Unterschiede längerfristig bestätigen können. Beim Ranking der Website-Familien in der Deutschschweiz hat die Tamedia-Familie mit einem um knapp acht Prozent gestiegenen weitesten Nuterkreis (WNK) kräftig zugelegt und die Scout24-Familie rund ein Anteilsdrittel verloren. Der WNK gibt den Anteil der User an, welche in den letzten sechs Monaten eine Webseite, bzw. eine Webseiten-Familie mindestens einmal besucht haben – gemessen an der Gesamtheit der Internetnutzern. Angeführt wir das Ranking in der Deutschschweiz wie 2004 von der Bluewin-Familie (72,4 Prozent WNK; 2004: 73,9 Prozent), gefolgt von der Migros-Familie (53,4 Prozent; 2004: k.A.), der Search-Familie (53,1 Prozent; 2004: 51,9 Prozent), der Tamedia-Familie (34,4 Prozent; 2004 26,6 Prozent), der Scout24-Familie (34,1 Prozent; 2004: 51,9 Prozent) und der Directories-Familie mit 33 Prozent (2004: k.A.). Die Familien-Websites in der Westschweiz zeigen folgendes Bild: Bluewin-Familie 74,4 Prozent, Migros-Familie 48,3 Prozent, Pool Romandie Média 47,3 Prozent, Directories-Familie 36,2 Prozent, Search-Familie 36,1 Prozent. Vergleichswerte zu 2004 liegen nicht vor.
Nachdem seit 1999 der Anteil der Deutschweizer E-Käufer stets gestiegen ist, stagniert die Zahl nun erstmals, allerdings auf einem hohen Niveau: Knapp drei Viertel aller Deutschweizer haben schon einmal Online-Einkäufe getätigt. Hier hinkt die Westschweiz mit erst 69 Prozent noch etwas hinterher.