Migros will mit Smartgrid-Pilotprojekt Strom sparen
Migros will ihren Energieverbrauch in den hauseigenen Kühllagern optimieren. Ein Pilotprojekt soll dabei helfen.
BKW, Migros, IBM und Swissgrid engagieren sich gemeinsam in dem Smartgrid-Pilotprojekt "Flexlast", das vom Bundesamt für Energie unterstützt wird. Dabei sollen die Kühlhäuser des Migros-Verteilbetriebs Neuendorf (SO) flexibel gesteuert werden, um den Ausgleich zwischen Energieerzeugung und -verbrauch zu optimieren.
In den von Migros eingesetzten Kühllagern werden rund um die Uhr leicht verderbliche Waren bei -28 Grad Celsius gelagert. Beim Öffnen der Lagertüren für das Beladen der LKWs entweicht dabei jeden Tag kalte Luft, wodurch eine Menge an Energie verloren geht. "Wir haben uns gefragt, wie wir den Prozess intelligenter steuern können", erklärt Roland Stadler, Fachbereichsleiter Energieeinkauf von Migros, in einer Pressemitteilung. "Wir wissen, wann unsere Lastwagen eintreffen und wieder losfahren, und wir kennen die Einsatzpläne unserer Mitarbeiter. Durch das Zusammenführen dieser Daten mit den Informationen über die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien können wir die erforderliche Temperatur der Kühllager sicherstellen und gleichzeitig einen Beitrag zur zukünftigen Stabilität des Stromversorgungsnetzes leisten."
Energieverbrauch optimieren
Im Rahmen des Pilotprojektes entwickeln Wissenschaftler von IBM Software und Algorithmen, die Daten über Temperatur- und Stromverbrauch der Migros-Kühlhäuser sowie Stromnetzdaten von BKW und Swissgrid nutzen, um damit den Ausgleich zwischen Energieerzeugung und -verbrauch zu optimieren. Falls das Projekt erfolgreich ist, ergeben sich für die nationale Netzgesellschaft Swissgrid Möglichkeiten, zusätzliche Marktteilnehmer für Regelleistung zu gewinnen. "Wir möchten veranschaulichen, wie industrielle Energieverbraucher ihre Prozesse umstrukturieren können, um eine optimale Einbindung in Stromversorgungssysteme zu gewährleisten", erläutert Wolf-Christian Rumsch, Project Manager BKW.
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