Millionen verlocht? Swisscom stoppt den VDSL-Ausbau zugunsten von Glasfaser
Nicht einmal drei Jahre nach der Einführung von VDSL wird der Netzausbau von Swisscom in den grössten Schweizer Städten gestoppt. Dies berichtet die SDA. Investiert werde statt dessen in das Glasfasernetz. Bis 2015 will Swisscom die Städte Zürich, Basel, Genf, St. Gallen, Bern und Lausanne sowie den Kanton Freiburg flächendeckend mit Glasfaser versorgen. Bis 2015 sollen 1 Million Haushalte an das Netz angeschlossen sein. Die VDSL-Technik stehe laut Swisscom noch als Überbrückung bis 2013/14 zur Verfügung, um den steigenden Bandbreitenbedarf bis dann noch abzudecken. Danach soll sie vor allem in den ländlichen Gebieten weitergeführt werden, wo das Glasfasernetz (noch) nicht hingelangt.
Swisscom steht von verschiedenen Seiten unter Druck. Das neue EWZ-Glasfasernetz ist derzeit auf 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) ausgelegt, während Swisscom mit VDSL 60 Prozent der Bevölkerung mit Geschwindigkeiten bis 20 Mbit/s versorgen kann. Cablecom plant derweil für dieses Jahr einen Ausbau der Surfgeschwindigkeit auf 100 Mbit/s. Will Swisscom technologisch nicht ins Hintertreffen geraten, muss die ehemalige Monopolistin auf die Amortisation der mehrere hundert Millionen Franken teuren Investitionen in die VDSL-Technik verzichten und auch auf Glasfaser setzen.
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