Mobiles TV: Europa hinkt hinterher

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Im Vergleich zu Asien und den USA hinkt Europa in der Bereitstellung von mobilen TV-Diensten hinterher. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Berliner Medienunternehmens Goldmedia. Während mobile TV-Dienste heute bereits in Südkorea angeboten werden, ist die Lancierung in den USA im nächsten Jahr zu erwarten. Europa wird erst 2007 folgen. Eine flächendeckende Einführung kann in Europa erst 2009 erfolgen, wenn durch sukzessive Abschaltung der analogen TV-Frequenzen Übertragungskapazitäten für mobiles Fernsehen bereit stehen.
Ein weiteres Hindernis stellen die konkurrierenden Übertragungsstandards dar. Drei verschiedene Standards wetteifern derzeit um die Vorherrschaft: DVB-H (Digital Video Broadcast-Handheld) in Europa, MediaFlo in den USA und T-DMB (Terrestrial Digital Mobile Broadcast) in Asien und Europa. DVB-H ist ein offener Standard und wurde vom internationalen DVB-Konsortium entwickelt. Der Start von Live-Diensten über DVB-H wird für 2006 erwartet. MediaFlo ist ein proprietärer Standard und stammt vom amerikanischen Technologieanbieter Qualcomm. Mit dem Start kommerzieller Dienste über MediaFlo ist laut Studie 2006/07 zu rechnen. T-DMB ist die Weiterentwicklung von DAB für die terrestrische Übertragung von Fernsehprogrammen, entwickelt in Südkorea. Die Autoren der Studie sehen grosse Chancen, dass sich DVB-H als Standard durchsetzen wird.
In der führt Schweiz Swisscom Broadcast seit Februar in Ostermundigen erste DVB-H-Versuche mit einer Nokia-Versuchsplattform und dazu passenden Endgeräten durch. Die Tests sollen noch in diesem Jahr auf die Stadt Bern ausgeweitet werden.