OECD: Musikindustrie sollte Business-Modell an neue Technologien anpassen

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Die Musikindustrie sollte ihr Business-Modell überdenken. Dies ist das Fazit einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. Demnach liege die Zukunft im Musik-Business im Online-Vertrieb. Die OECD sieht in der digitalen Distribution und namentlich im File-Sharing nicht nur ein neues soziales und kulturelles Phänomen, sondern auch ein neues Geschäftsmodell. Eine lizenzierte Form von File-Sharing könne helfen, die Musikpiraterie-Rate zu senken, ist die OECD überzeugt. Die Organisation ruft dazu auf, neue Regelungen zu suchen, welche die Interessen sowohl von Anbietern als auch der Kunden respektierten, ohne dabei innovative E-Business-Ansätze und den Einsatz neuer Technologien zu verhindern. Der monokausalen Argumentation der Musikindustrie, welche die Verbreitung von P2P-Angeboten als alleinige Ursache für den Rückgang von Tonträgerverkäufen darstellt, hält die OECD ihre eigenen Beobachtungen entgegen: Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Verkaufsrückgang von 20 Prozent zwischen 1999 und 2003 sei schwer nachzuweisen, genauso wenig wie der jüngste Rückgang in der Nutzung von P2P-Angeboten einfach auf die Klagen der Musikindustrie zurückzuführen sei. Die OECD interpretiert das Sinken der File-Sharer viel eher als eine Folge des vergrösserten legalen Download-Angebots. 2004 habe in dieser Beziehung einen Wendepunkt markiert.