Online-Handel bleibt in Entwicklungsländern bescheiden

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Unternehmen in Entwicklungsländern verfügen zunehmend über einen Internetzugang, doch ihr Engagement in Online-Handel bleibt beschränkt. Obwohl KMUs am meisten Potenzial hätten, ihre Produktivität durch den Einstieg ins E-Business zu steigern, können sie nicht von den Vorteilen der ICT profitieren, solange ihnen keine Manager- und Technologie-Skills und Innovationen zur Verfügung stehen. Diese seien für KMUs in Entwicklungsländern oft nicht in Reichweite der finanziellen Möglichkeiten. Dies schreibt die UNCTAD, die UNO-Organisation für Handel und Entwicklung.
Ende 2003 verfügten 676 Millionen Menschen oder 11,8 Prozent der Weltbevölkerung über einen Internetzugang. Das bedeutet eine Zunahme von rund 50 Millionen Menschen oder 7,8 Prozent gegenüber 2002. Im Juni 2004 gab es weltweit 51,6 Millionen Websites, 26 Prozent mehr als ein jahr zuvor. Im weitern geht aus dem Bericht hervor, dass 36 Prozent aller Internetanwender in Entwicklungsländern leben, die meisten von ihnen (61,5 Prozent) sind allerdings in nur fünf Ländern (China, Südkorea, Indien, Brasilien und Mexiko) zuhause.
In Entwicklungsländern hätten Unternehmen in urbanen Gebieten zwar kaum Probleme, sich Personalcomputer und Internetzugang zu beschaffen, schreibt die UNCTAD. Die Verbindungen seien jedoch meist langsam. Eine Untersuchung in den fünf lateinamerikanischen Hauptstädten Santiago de Chile, Bogota (Kolumbien), San José (Costa Rica), Mexiko-City und Caracas (Venezuela) zeigte, dass 97 Prozent der KMUs über PCs verfügen und 94 Prozent von ihnen auch Internetzugang haben. Internet werde jedoch meist nur vom Besitzer oder Manager benutzt, und zwar in erster Linie zum Surfen und für den E-Mail-Verkehr.