Ostschweizer Banken treten aus RBA-Verbund aus

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von fgr@netzwoche.ch
Die drei Ostschweizer Regionalbanken Alpha Rheintal Bank, Bank CA St. Gallen und Swissregiobank müssen aus dem RBA-Verbund austreten. Die RBA-Gruppe ist eine Gemeinschaftsorganisation von 51 Schweizer Regionalbanken, die an der Front ihre juristische Unabhängigkeit bewahren und im Backoffice zusammenarbeiten. Zudem setzen alle Mitgliederbanken die Kernbankenlösung Ibis von RTC ein. Im September hatten die drei Ostschweizer Regionalbanken beschlossen, von Ibis auf Finnova migrieren zu wollen, und hatten zugleich den Antrag gestellt, dass RBA-Mitglieder nicht mehr zwingend Ibis einsetzen müssen. Dies wurde an der RBA-Mitgliederversammlung abgelehnt. Stephan Weigelt, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bank CA St. Gallen, sagte damals gegenüber dem Netzticker, dass man nun die Auswirkungen des Beschlusses genauer analysieren werde. Er sprach schon damals von einem Austritt als der „nicht mehr unwahrscheinlichsten Variante“, denn innerhalb des RBA-Verbunds ist es den drei Banken nun nicht mehr möglich, auf Finnova zu wechseln. An einem Wechsel wollen die drei Banken, die sich nun Avance-Banken nennen, aber festhalten: Ibis sei „heute nicht mehr auf dem aktuellsten Stand und bietet zudem zu wenig strategisches Potenzial“, heisst es in einer Medienmitteilung von gestern. Auch an RBA üben die Avance-Banken Kritik: „Aufgrund der Verweigerungshaltung der RBA sahen sich die drei Avance-Banken gezwungen, im Januar 2008 den RBA-Vertrag auf Ende 2009 zu kündigen. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass Zusammenschlüsse und namhafte Abgänge innerhalb der RBA während der letzten Jahre zu einer Machtballung geführt haben, die den drei Avance-Banken jeden Einfluss auf die Entwicklung der RBA nimmt“, schreiben die Banken weiter. Die Migration auf Finnova soll im zweiten Semester 2008 umgesetzt werden.