Peter Hogenkamp berichtet von der IFA
In Berlin wurde heute die 47. IFA eröffnet. Peter Hogenkamp vom Blogwerk berichtet exklusiv für den Netzwocheticker:
IFA steht nicht mehr für Internationale Funkausstellung, sondern für gar nichts. Das hindert die Messe nicht daran, munter zu wachsen: Vom zweijährigen Rhythmus ist man auf jährlich umgestiegen, 1'212 Aussteller aus 32 Ländern bedeuten bereits einen neuen Ausstellerrekord, die 220'000 Besucher aus dem Vorjahr will man auch übertreffen und bedrängt so weiter die ehemals unumstrittene Leitmesse Cebit.
Spektakuläre Neuigkeiten gibt es nicht zu sehen, aber einige gute Weiterentwicklungen bestehender Technologien: Microsoft stellt den Windows Home Server für Private vor. Samsung demonstriert das offene Rennen zwischen den DVD-Nachfolgeformaten Blu-Ray und HD DVD (Samsung gehört zum Blu-Ray-Lager), indem es einen Hybrid-Player lanciert, der Discs beider Formate wiedergeben kann.
Die Fernseher sind übers Jahr wieder ein Dutzend Zentimeter grösser geworden – das grösste Modell vom letzten Jahr hat nun einen 70-Zöller-Bruder bekommen. Der massive Preisabfall der letzten Jahre bei flachen Bildschirmen soll allerdings langsamer vor sich gehen, hoffen jedenfalls die Hersteller – etwas überraschend, wenn andererseits zu lesen ist, dass in Deutschland in den nächsten Jahren 40 Millionen Röhrenfernseher durch Flachbildgeräte ausgetauscht werden sollen.
Worüber die Usability-Fraktion sich freut: Nachdem an den Ständen zwar seit Jahren alle von Einfachheit, Schlichtheit und Bedienungsfreundlichkeit reden, beginnt man es langsam zu glauben, wenn man die Geräte anschaut. Sowieso sehen alle neuen MP3-Player aus wie iPods und manche neue auch bereits wie das iPhone. Wer ein neues Gerät lanciert, wie heute Linksys einen neuen WLAN-Router, der legt bei der Demonstration den grössten Wert darauf, dass diesen jeder in fünf simplen Schritten einrichten kann. Wir wollen es vorerst gern glauben – bis wir uns selbst vom Gegenteil überzeugt haben.
Peter Hogenkamp und Ronnie Grob berichten für Neuerdings.com drei Tage lang live von der IFA.
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