PKI-Desaster in Deutschland trifft auch Schweizer Kunden

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Die deutsche TC Trustcenter ist insolvent. Auf deren PKI-Lösung setzen in der Schweiz die Eidgenössische Steuerverwaltung beim digital übermittelten Vorsteuerabzug bei der Mehrwertsteuer sowie rund 20 Unternehmen. Die Trustcenter-PKI wird in der Schweiz über die Standardisierungsorganisation EAN (Schweiz) angeboten, gewichtige Retailer wie Migros, Coop oder Denner, Hersteller wie Nestlé oder Unilever, die Pharmaunternehmen Novartis und Roche sowie die UBS angehören.
Das Hamburger Unternehmen ist ein nach dem deutschen Signaturgesetz akkreditierter Zertifikatsdienstanbieter. Es gehörte von 1999 bis 2004 den deutschen Grossbanken Commerzbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank und Hypo Vereinsbank. Anfang 2004 gaben die Banken ihre Beteiligung an die US-Firma BeTrusted ab. Vor einem Jahr hat sich BeTrusted dann mit TruSecure unter dem Namen Cybertrust zum nach eigenen Angaben weltweit grössten Dienstleister für IT-Security zusammengeschlossen. Vor wenigen Wochen noch hatte sich die TrustCenter AG in eine GmbH umfirmieren lassen.
Mit der nun eingetretenen Insolvenz der Trustcenter GmbH ist das Vertrauen in deren PKI-Lösung stark angeschlagen. Davon profitieren könnten Schweizer Anbieter wie Swisscom Solutions oder die Post, die mit eigenen PKI-Lösungen in den Startlöchern stehen.