Rassismus-Vorwurf gegen Swiss-checkin
Weil sich Widerstand gegen das Online-Spiel Swiss-checkin.ch des Bundesamtes für Flüchtlinge (BFF) geregt hat, wird das Spiel vorübergehend abgesetzt. Laut 20Minuten hat sich die welsche Anti-Rassismus-Organisation SOS Racisme schriftlich beim Bundespräsidenten Pascal Couchepin und bei Justizministerin Ruth Metzler über das rassistische und diskriminierende Spiel beschwert. Auch SVP-Generalsekretär Gregor A. Rutz ist gegen das Spiel, für ihn hat das BFF in Sachen Asyl dringlichere Aufgaben zu lösen. Die SVP will darum mit politischen Mitteln gegen das Spiel vorgehen und beim Budget-Voranschlag den Antrag stellen, das Personal im Bundesamt für Flüchtlinge um 10 bis 20 Prozent zu reduzieren, wie Rutz gegenüber 20Minuten sagte.
Für Brigitte Hauser, Chefin Medien und Kommunikation beim BFF, ist diese Kritik unverständlich. Das Spiel wolle aufklärerisch und pädagogisch vor allem Jugendliche über die Situation von Asylsuchenden in unserem Land informieren. Das Spiel hatte damit auch Erfolg: 280000 Besucher hätten im April Swiss-checkin gespielt und sich dabei auch sonst auf der BFF-Website informiert, diese hätte im April nämlich 24000 Besucher registiert, sagte Hauser gegenüber dem NetzwocheTicker. Nun wird das BFF eine externe Stelle damit beauftragen zu untersuchen, ob das Spiel tätsächlich rassistischen Inhalts ist. Bis der Attest da ist, bleibt das Spiel offline.
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