Ruedi Noser: E-Government hat sich nie am Bürger orientiert

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"Die ICT haben in der Politik einen schlechten Ruf: Sie kosten viel und bringen nichts", resümiert der Zürcher Nationalrat und ICT-Unternehmer Ruedi Noser im Interview mit der Netzwoche. Während sich in der Wirtschaft dank neuer Technologien neue Strukturen und Arbeitsprozesse etabliert hätten, hätten im föderalen Staatswesen der Schweiz bisher kaum Produktivitätssgewinne dank ICT erreicht werden können. Dazu seien die Systeme zu klein und fragmentiert. Dabei, so Noser, könnten ICT und Föderalismus ein ideales Gespann bilden. Statt jedoch gemeinsame Schnittstellen zu definieren, damit die verschiedenen Systeme sich verstehen, plädiert Noser für einen wettbewerbsorientierten Föderalismus: "Wenn der Konsument, respektive der Bürger unabhängig von seinem Wohnort entscheiden könnte, mit welcher Plattform er arbeiten will, dann würde sich schnell das erfolgreichste System durchsetzen." Im Interview begründet Noser zudem das schlechte Abschneiden der Schweiz im E-Government-Ranking mit grundsätzlichen Fehlern: "Man hat sich nie am Bürger orientiert, sondern an den bestehenden Strukturen. Man hätte von Beginn weg sagen müssen: Wir entwickeln ein System, das jeder Schweizer Bürger benutzen kann, unabhängig davon, wo er lebt." Noser warnt davor, dieselben Fehler im Bereich E-Health zu wiederholen. Das ganze Interview mit weiteren Aussagen zum Thema Letzte Meile lesen Sie in der aktuellen Netzwoche Nr. 12.