SAP greift Oracle an
SAP hat seine Datenbanktechnik HANA ausgeweitet. Neu können auch Kernanwendungen wie ERP-Programme über HANA betrieben werden.
Ab sofort sind Kernanwendungen von SAPs Business Suite auf der Basis von HANA verfügbar. Im Endeffekt könnten praktisch alle Geschäftsprozesse über die Technik abgearbeitet werden. Als Beispiel nennt SAP den Anbieter von Landmaschinen, John Deere, dessen ERP-System nun über HANA läuft.
Damit setzt SAP seinen Mitbewerber Oracle mit seinem Exalytic-System unter Druck, wie Reuters berichtet. Mit der neuen Technik könnten manche Datenbanken entfallen, bei denen Oracle Marktführer ist.
Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe erklärt in einem Statement, sich für die Preisgestaltung eingesetzt zu haben: SAP habe etwa den Vorschlag der Gruppe angenommen, das Preismodell am Vertragswert der SAP-Installation zu orientieren und nicht hauptspeicherbasiert. SAP sei konstruktiv auf eine Kern-Forderung der DSAG eingegangen, was diese sehr begrüssen würde. Ausserdem müssten SAP-Kunden müssen nur Lizenzen upgraden, die wirklich auf die HANA-Datenbank zugreifen würden und nicht pauschal den gesamten Lizenzvertrag. Die Datenbank für die Business Suite on HANA koste damit lizenzseitig für Bestandskunden praktisch genauso viel wie herkömmliche Datenbanken, erklärte Andreas Oczko, Mitglied im Vorstand der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V. Dadurch werde es möglich, die Vorteile, welche die In-Memory-Technologie biete, zu einem vernünftigen Preis zu nutzen.
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