SAP will Oracle zu Hilfe eilen
Das Softwareunternehmen SAP plant, seinem Rivalen Oracle mit einem Brief an das US-Justizministerium zu Hilfe zu eilen. Dies berichtet Cnet News.com. Hintergrund des geplanten Briefs ist, dass das US-Justizministerium verhindern will, dass Oracle den Konkurrenten PeopleSoft übernimmt. Die Befürchtung des Justizministeriums, so SAP, sei unberechtigt, da sich mit Microsoft und weiteren Software-Unternehmen auch nach einer Übernahme von PeopleSoft noch genügend valable Konkurrenz auf dem Markt tummeln würden. Hewitt Pate, Chef der Wettbewerbsbehörde im US-Justizministerium argumentiert, dass mit der Übernahme von PeopleSoft durch Oracle der Wettbewerb zusammenbricht: Durch die Übernahme würden auf dem von den drei Firmen abgedeckten Software-Gebiet nur noch zwei Anbieter, Oracle und SAP, übrigbleiben. Die Folge davon, befürchtet Pate, werde ein Preisanstieg und ein Innovationsrückgang sein. Der Klage haben sich inzwischen mehrere US-Bundesstaaten angeschlossen. Wann der Brief von SAP versandt werden sollund wer unterschreiben wird, weiss wisse man bei SAP noch nicht, wird ein SAP-Sprecher auf Cnet News.com zitiert. Bei PeopleSoft ist man nicht erstaunt über das Vorhaben von SAP: SAP vertrete mit diesem Brief doch nur seine eigenen Interessen, gibt Steve Swasey, Mediensprecher von People Soft gegenüber news.com bekannt. Durch den Kauf von People Soft durch Oracle verbleibe SAP nur noch ein Konkurrent. Microsoft hat inzwischen gemäss einer Reuters-Meldung beim Justizdepartement unter Eid geschworen, dass das Unternehmen nicht plane, in den nächsten zwei Jahren in den direkten Wettbewerb mit Oracle auf dem Gebiet der Business-Software für Grosskunden zu treten.
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