Swico und Sens rezyklieren so viele Geräte wie noch nie
Swico und Sens eRecycling haben im Jahr 2025 so viele Elektro- und Elektronikaltgeräte rezykliert wie noch nie. Die beiden Recyclingsysteme verarbeiteten über 144'000 Tonnen Altgeräte - 6 Prozent mehr als noch im Vorjahr.
2025 haben die von Swico und Sens eRecycling betriebenen Recyclingsysteme zusammen mehr als 144'000 Tonnen an Elektro- und Elektronikaltgeräten wiederverwertet. Die Zahl entspricht einem Anstieg von 6 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahres und stellt einen neuen Höchstwert dar. Dies ist dem aktuellen Fachbericht von Sens eRecycling und Swico zu entnehmen, der seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2000 einen kontinuierlichen Anstieg der verarbeiteten Gerätemengen ausmacht. Die Recyclingpartner haben dieses Jahr erstmals eine gemeinsame Ökobilanz veröffentlicht.
Der Anstieg treffe sowohl für Elektrogross- und Elektrokleingeräte als auch für Kühl-, Gefrier- und Klima- sowie für Elektronikgeräte zu. Bei den Leuchtmitteln hingegen sei die Zahl der verarbeiteten Menge seit Jahren konstant, während sie bei den Photovoltaikmodulen seit 2020 stark ansteige.

Die Entwicklung der verarbeiteten Gerätemengen in der Schweiz in Tonnen für die Jahre 2000 bis 2025. (Source: zVg)
Entsorgung und Rückgewinnung senken Umweltbelastung um 1 Prozent
Für 2025 weisen Swico und Sens einen Umweltzusatznutzen von 1400 Milliarden Umweltbelastungspunkten (UBP) oder 236'600 Tonnen CO2-Äquivalenten aus. Dies entspricht laut Mitteilung ungefähr der jährlichen Umweltbelastung der Stadt Biel oder den jährlichen Verkehrsemissionen der Stadt Lausanne.
Nur durch Entsorgung, fachgerechte Entfernung von Schadstoffen aus Elektro- und Elektronikaltgeräten sowie der Rückgewinnung von Wertstoffen habe man die Umweltbelastung der Schweiz um rund 1 Prozent senken können.
Rückgang des Metallanteils erschwert Rückgewinnung
Die Zusammensetzung der rezyklierten Geräte wechselt gemäss dem Fachbericht von Jahr zu Jahr. Bei der Materialzusammensetzung sei jedoch ein Trend erkennbar: Der Anteil an Eisen und Stahl nehme seit Jahren ab, während Kunststoffgemische zunähmen. Dies ist laut Swico und Sens deshalb relevant, weil Metalle den Hauptanteil - rund 60 Prozent - der stofflich zurückgewinnbaren Materialien ausmachen. Durch technologische Fortschritte bei der Aufbereitung von Kunststoffanteilen könne dies mittlerweile zumindest teilweise kompensiert werden.

Zusammensetzung der erzeugten Fraktionen in Gewichtsprozent gemäss Stoffflusserhebung 2025. (Source: zVg)
Der Bericht stellt ausserdem fest, dass in den kommenden Jahren im E-Recycling die Wiederverwendung und Sicherung strategischer Rohstoffe europaweit an Bedeutung gewinnen werde. Gemäss Mitteilung wollen Swico und Sens deshalb ihre Position im Markt verbessern, die Transparenz der Stoffflüsse erhöhen, die eigene Datenbasis stärken und weitere Innovationen schaffen.
Sens eRecycling engagiert sich auch für Rahmenbedingungen zur Entrichtung eines vorgezogenen Recyclingbeitrags. Über die Argumentation der Stiftung können Sie hier mehr lesen.
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