Schweiz in der Telearbeit an EU-Spitze

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Die Schweiz steht in der Verbreitung von Telearbeit im europäischen Vergleich gleich hinter den skandinavischen Ländern Finnland, Schweden und Dänemark sowie den Niederlanden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie ECATT Electronic Commerce und Telework Trends, welche in ihrem zweiten Bericht nach der Verbreitung des E-Commerce im letzten Jahr nun in zehn Ländern Europas 8000 Privatpersonen und 43000 Entscheidungsträger in Betrieben über die Nutzung von Telearbeit befragt hat. In der Schweiz arbeiten 10 Prozent aller Erwerbspersonen nicht am Arbeitsort ihres Arbeitgebers, sondern etwa zu Hause und kommunizieren mit ihrem Arbeitgeber via Telekommunikationsverbindungen. Deutschland liegt mit 6 Prozent im Durchschnitt der untersuchten Länder, tiefer als der Durchschnitt liegen Italien, Frankreich, Spanien und Irland. Heute praktizieren 52 Prozent aller Schweizer Betriebe Telearbeit, insbesondere grössere Unternehmen mit mehreren Standorten. Während Telearbeit in der Schweiz häufig von Handels- und Logistikbetrieben eingesetzt wird, dominiert in andern Ländern vor allem die Branche Finanz- und Unternehmensdienstleistung. Zudem kommt die Studie zum Schluss, dass Telearbeit bei mehr als der Hälfte der Schweizer Erwerbstätigen möglich ist, zumal die technischen Rahmenbedingungen (Besitz von PC, Modem und Telefon im eigenen Haushalt) in der Schweiz günstig sind. In der Schweiz waren das Forschungsunternehmen WiSo Dr. Schoch und Partner und die Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz an der Studie beteiligt.