Schweizer Informatiker entwickeln Google-Portrait-Suche
Die in Martigny ansässige Non-Profit Organisation IDIAP (Institut Dalle Molle d'Intelligence Artificielle Perceptive) hat eine neue Anwendung entwickelt, die eine Abfrage der Google-Bildersuche nach Portraits erlaubt.
Das Tool namens „Google Portrait“ basiert auf einer Software, die im Rahmen des nationalen Forschungsschwerpunkts IM2 (Interaktives Multimodales Informationsmanagement) des Instituts entwickelt wurde. Sie sendet Anfragen direkt an die Bildersuche von Google und wertet die Ergebnisse anhand visueller Kriterien aus. „Um das Programm dazu zu bringen, diese Entscheidung zielsicher zu treffen, stützen wir uns auf statistische Methoden des maschinellen Lernens“, erklärt Sébastien Marcel, Forschungsbeauftragter am IDIAP, gegenüber Pressetext.
Auf ihrer Webseite betonen die Macher, dass es sich bei der nicht-kommerziellen Software um eine Demo-Version handelt, versprechen aber schon jetzt eine Trefferquote von ungefähr einem Fehler pro 100 Millionen Abfragen. In späteren Versionen soll es möglich sein, falsch beschrifteten Dateien den richtigen Namen und den gefundenen Gesichtern die korrekte Identität zuzuordnen.
Neben dem IDIAP entwickeln auch Google und das schwedische Unternehmen Polar Rose Technologien zur digitalen Gesichtserkennung.
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