Schweizer Online-Kommentarkultur steckt in den Kinderschuhen
Trotz kulturellen Vorbehalten verhindern nach wie vor Probleme bei der Usability das Entstehen einer lebendigen Kommentarkultur in der Schweiz. Der Zeix-Partner und Blogger Peter Hogenkamp untersuchte im Auftrag der Netzwoche, was heute schon möglich ist und wie die Nutzer davon Gebrauch machen.
Dabei wurde schnell klar, dass obwohl „User Participation“ eines der Schlagworte des aktuellen Mediengeschehens im Netz ist, die konkrete Umsetzung - vor allem auf den Webseiten der grossen Medienunternehmen - in den Kinderschuhen steckt. Einzig NZZ Online erlaubt mittlerweile das Kommentieren jeden Artikels. Von einem produktiven Umgang mit den so erhaltenen Inhalten kann aber nicht die Rede sein. Vielleicht liegt das auch an der unveränderten Einstellung im Mediengeschäft gegenüber nichtjournalistisch produzierten Inhalten. So auch die Aussage eines Online-Chefredaktors eines grossen Schweizer Portals: „User Participation ist gut und schön, aber was wichtig ist, bestimmen immer noch wir.“
Interessanterweise ist das aber nur ein Teil des Problems, da anscheinend gerade junge Leute keine Lust haben, sich zu politischen Themen im Netz zu äussern. Die genauen Ergebnisse dieser Untersuchung sind in der aktuellen Netzwoche 37 von heute Mittwoch zu lesen.
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