Spiegel.de wird kostenpflichtig

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Unaufhaltsam rollt die Welle kostenpflichtiger Webinhalte auf die User zu. Zwei aktuelle Beispiele: Der SpiegelNet-Vorstandsvorsitzende Thomas Göbler hat in einem Interview angekündet, dass sein Verlag zukünftig vermehrt auf kostenpflichtige Inhalte im Internet setzen wird. Als ersten Schritt eines 3-Stufen-Plans biete das Unternehmen seit Dezember auf ManagerMagazin.de kostenpflichtige Inhalte als Zusatzangebot an. Ab dem zweiten Quartal 2002 soll ein Teil des Spiegel-Archivs gebührenpflichtig werden. Ebenfalls noch in diesem Jahr ist sodann ein eigentliches User-Abonnement geplant. Der Verlag rechnet damit, dass dereinst die gebührenpflichtigen Webinhalte rund zehn Prozent der Gesamteinnahmen ausmachen werden. Der Break-Even soll fünf Jahren erreicht werden, wie Göbler dem Branchen-Nachrichtendienst Der Kontakter mitteilte. Ebenfalls mehr Geld verdienen will die Financial Times Deutschland. Ab Februar sollen im Internet neue Services wie personalisierte Newsletter sowie aktuelle Informationen rund um die Geldanlage angeboten werden. Gleichzeitig wird die Archivnutzung kostenpflichtig, ein Service, der bisher den Abonnenten der Printausgabe vorbehalten war. Die Services werden über ein Pay-per-View-Verfahren abgerechnet. Diese Umstellung wird auch zeigen, wie weit entwickelt und wie gut akzeptiert Micropayment-Lösungen sind. Die Lösung der Financial Times Deutschland wird in Zusammenarbeit mit dem Micropayment-Dienstleister Firstgate eingeführt.