Sunrise macht weniger Umsatz und will 2007 erste ULL-Produkte lancieren
Sunrise konnte im ersten Quartal 2007 den Kundenstamm vergrössern. Sowohl im Mobilfunkbereich als auch im ADSL-Segment wurden zweistellige Zuwachsraten erreicht. Insgesamt stieg die Anzahl Kunden um 3,3 Prozent auf 2,237 Millionen. Der Gesamtumsatz sank dennoch im Jahresvergleich um 1,3 Prozent auf 470 Millionen Franken, dabei erzielten die Mobilfunkdienste einen Umsatz von 284 Millionen Franken (plus 0,4 Prozent), der Umsatz aus den Festnetzdiensten schrumpfte um 4,6 Prozent auf 145 Millionen Franken und die Internetdienste stagnierten bei 41 Millionen Franken. Der Reingewinn stieg von 42 auf 45 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (EBITDA) ging hingegen um 3,2 Prozent von 124 Millionen im ersten Quartal 2006 auf 120 Millionen zurück. Sunrise begründet den Rückgang mit allgemeinen Preissenkungen. "Wir müssen akzeptieren, dass der Markt gesättigt ist und deswegen ein Preiskampf herrscht" erklärt Sunrise-CEO Christoph Brand der Netzwoche. Sunrise würde aber versuchen, Opportunitäten im Markt zu finden und laufend das Produktportfolio zu überarbeiten, um so Wachstum zu generieren, führt er weiter aus.
In diesem überarbeiteten Portfolio sollen im Lauf des Jahres auch erste Produkte sein, die auf der Entbündelung basieren. Sunrise verhandelt diesbezüglich derzeit mit Swisscom. In Bereichen, in denen keine Einigung erzielt werden kann, wird sich Sunrise an die Comcom wenden. Sollten die Bedingungen einmal stimmen, seien weitere Investitionen geplant: "Wir haben bisher 3,5 Milliarden Franken in der Schweiz investiert und wollen weiter investieren", so Brand.
In der aktuellen Netzwoche 18 verrät Brand mehr zu den Plänen von Sunrise im Bereich Letzte Meile, den Gerüchten über einen Verkauf oder den Spekulationen zu neuen Produkten wie beispielsweise einer Flatrate.
Neben Sunrise gab heute auch das dänische Mutterhaus TDC die Quartalszahlen bekannt. TDC erlitt im ersten Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch: Der Gewinn sank um 27 Prozent auf 806 Millionen dänische Kronen. Das Betriebsergebnis (EBITDA) ging um 3,6 Prozent auf 3,21 Millionen Kronen zurück und der Umsatz sank um 1,7 Prozent auf 11,55 Milliarden Kronen.
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