Sunrise mit Gewinneinbruch – Mutterhaus schreibt 560 Millionen Franken auf Sunrise ab

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von fgr@netzwoche.ch
Sunrise erreichte 2007 einen Umsatz von 1,949 Milliarden Franken, was einem Rückgang von 0,1 Prozent entspricht. Die Kundenzahl nahm um 2,7 Prozent auf 2,27 Millionen zu. Der Reingewinn ging um beinahe 58,8 Prozent auf 170 Millionen Franken zurück. Wie Sunrise heute vor den Medien erklärte, ist der Gewinneinbruch zum grössten Teil auf den Sonderposten des letzten Jahres in Höhe von 197 Millionen Franken zurückzuführen, den Sunrise wegen der überhöhten Interkonnektionspreisen von Swisscom verbuchen konnte. Das Sunrise-Management erklärte, dass diese Zahlen den Erwartungen entsprechen. Positiv zeigte sich der Bereich Mobilfunk: Hier konnte Sunrise mit 163'000 Neukunden ein deutliches Wachstum aufweisen (plus 12 Prozent). Damit telefonierten Ende 2007 1,5 Millionen über Sunrise. Der Umsatz ging dennoch aufgrund von Preissenkungen um 1,3 Prozent auf 1,185 Millionen Franken zurück. Die Sparte Festnetz entwickelte sich dafür negativ: Die Kundenzahl ging um 9 Prozent auf 457'000 zurück, der Umsatz sank um 2,7 Prozent auf 605 Millionen Franken. Im Bereich Internet steigerte Sunrise die Kundenzahl nur leicht, der Umsatz ging um 0,6 Prozent auf 159 Millionen Franken zurück. Das Mutterhaus TDC hat zudem eine Neubewertung von Sunrise vorgenommen und dabei 560 Millionen Franken auf Sunrise abgeschrieben. Die letzte Bewertung stamme aus dem Jahr 2001, erklärte Sunrise-CFO Christian Hütwohl. Die damalige Einschätzung habe Annahmen über die Liberalisierung des Telekommarktes beinhaltet. „Aber das Tempo der Liberalisierung hat sich einfach nicht bewahrheitet“, sagte Hütwohl. Dies sei der einzige Grund für die Abschreibung. Auf die Frage, ob in Zukunft noch mehr Abschreibungen nötig seien, entgegnete Hütwohl, das hänge von der Entwicklung der Liberalisierung des Marktes ab.