Sunrise mit weniger Umsatz und Gewinn
Im ersten Quartal 2008 hat Sunrise sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn Einbussen hinnehmen müssen.
Aufgrund einiger Unstimmigkeiten in der ursprünglichen Pressemitteilung erhielt der Netzticker auf Nachfrage eine korrigierte Version der Zahlen. Korrigiert wurden die prozentualen Veränderungen der Kennzahlen im Jahresvergleich:
Der Umsatz sank um 5,2 Millionen Franken auf 447 Millionen (minus 4,9 Prozent). Der Gewinn reduzierte sich von 45 auf 27 Millionen Franken (minus 40 Prozent). Sunrise begründet diese Entwicklung mit Preissenkungen im Mobilfunk und Investitionen in die Entbündelung.
Die negative Entwicklung zieht sich durch alle drei Geschäftsbereiche: Der Umsatz sank im Segment Mobilfunk um 5,6 Prozent auf 268 Millionen Franken. Im Segment Festnetz sank er um 2,8 Prozent auf 141 Millionen Franken und im Bereich Internetdienste betrug der Rückgang 7,3 Prozent auf 38 Millionen Franken. Parallel sanken auch die Investitionen um 17,2 Prozent auf 24 Millionen Franken. Dafür sanken die Direktzahlungen an Swisscom um 12,2 Prozent auf 77 Millionen Franken.
Auf der positiven Seite stieg die Anzahl der Kunden. Die Gesamtkundenbasis nahm um 1,8 Prozent auf 2,28 Millionen zu. Die Zahl Mobilfunkkunden stieg um 9,8 Prozent auf 1,55 Millionen.
Die fortschreitende Stagnation der Nummer zwei im Schweizer Telekommarkt schreibt Sunrise in der Pressemeldung teilweise Swisscom zu. Nach wie vor profitiere der de-facto-Monopolist von der späten Liberalisierung und der zögerlichen Umsetzung des Fernmeldegesetzes, heisst es in der Pressemeldung. Sunrise bekräftigte einmal mehr die Forderung nach einer Aufspaltung von Swisscom; der Netzbetrieb soll von den Diensten getrennt werden, damit alternative Anbieter einen besseren Zugang zum Swisscom-Netz erhalten.
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