Supply Chain Management nicht konsequent genutzt

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Noch immer wird Supply Chain Management (SCM) in den meisten Unternehmen nicht als Aufgabe des Top-Managements, sondern der operativen Bereiche betrachtet. Das Potenzial wird deshalb nur in wenigen Firmen ausgeschöpft. Nach wie vor kosten Liefer-, Produktions-, und Distributionsprozesse mehr als sie müssten und es werden zuviele Bestände gebunden. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen globalen Studie der internationalen Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton. Gemäss der Studie weisen Unternehmen, in denen sich der CEO der SCM-Philosophie verpflichtet, eine signifikant höhere Einsparungsquote bei Lieferkosten auf. Ein weiteres Resultat: Wegen mangelnder Planung seien 46 Prozent der Befragten mit der Leistung der IT unzufrieden. Zum Teil habe man zu viel von der reinen Technik erwartet, ohne die Prozessse richtig umzustrukturieren. Die Umfrage zeige, dass Unternehmen, die ihren SCM-Ansatz revolutionierten, bis zu 50 Prozent höhere Einkaufs- und Lieferkosteneinsparungen pro Jahr erzielten. Dan Lewis, Präsident von Booz Allen Hamilton, prognostiziert eine Entwicklung zu mehreren Supply Chains pro Unternehmen: „Die nächste Welle in Supply Chain Management ist eine Ausrichtung der Lieferkette nach den Bedürfnissen eines Kundensegments, das heisst, Unternehmen werden zukünftig nicht eine, sondern mehrere Supply Chains gleichzeitig managen.„