Swisscom übt Kritik an Roaming-Forderungen des Bakom

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von christian.walter@netzwoche.ch
Am letzten Freitag endete die Vernehmlassung der Fernmeldedienstverordnung. Unter anderem soll der Konsument in Zukunft über hohe Roaming-Gebühren sowohl am Verkaufspunkt als auch während des Auslandaufenthaltes aktiv informiert werden. Das Bakom will mit den dort vorgebrachten Empfehlungen die Transparenz im Telekommunikationssektor erhöhen. Swisscom geht das zu weit und warnt vor hohen Kosten wie der Tagesanzeiger heute berichtet. In einer Vernehmlassungsantwort zur Revision teilt der Telekom-Anbieter mit, dass man die Preistransparenz bei internationalen Roaming-Diensten bereits verbessert habe. Es gehe zu weit, dass man die Kunden sofort und kostenlos über allfällige Gebühren informieren solle. Auf Anfrage des Netztickers stellte Swisscom-Sprecher Olaf Schulze allerdings noch einmal klar, dass Swisscom die Forderung nach mehr Transparenz grundsätzlich unterstütze. „Inhaltlich gehen wir in dieselbe Richtung wie das Bakom, unsere Kritik bezieht sich mehr auf die geforderte technische Umsetzung. Ebenfalls ablehnend steht Swisscom einer weiteren Änderungsvorlage gegenüber, die vorschlägt, dass Telekom-Unternehmen die Öffentlichkeit über die Qualität ihrer Dienste informieren müssen. Die Unternehmen müssten dann alljährlich ihre Statistiken über Wartefristen an der Hotline, ihre Fehlerquote und die Geschwindigkeit der Reparaturen veröffentlichen. Swisscom warnt auch hier vor zu hohen Kosten. Ausserdem sei die Qualität der Dienste der verschiedenen Anbieter nicht vergleichbar. Organisationen wie die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) und die Fédération des consommateurs (FRC) begrüssen die Umsetzung der Vorschläge. Beide Organisationen weisen darauf hin, dass die meisten bei ihnen eingehenden Beschwerden die Telekommunikation beträfen und fordern deshalb weitere Massnahmen: so sollen Fristen und Termin für Kündigungen in Zukunft auf die Rechnung kommen und Anrufe im Ausland, Mehrwertdienstnummern und die letzte Meile billiger werden. Ausserdem ist die FRC der Meinung, dass der Tarif, den Swisscom Drittanbietern für die letzte Meile berechnet, eine Wettbewerbsbremse sei.