//syndikat wirft Microsoft Nötigung vor

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Die Aufforderung von Microsoft an 25000 Schweizer Unternehmen, ihre Lizenzsituation zu überprüfen, hat bei der Online-Gewerkschaft //syndikat Empörung hervorgerufen. So hätte es sich bei den Adressen nicht um Kundendateien gehandelt, sondern um zugekaufte Marketing-Adressen. Zudem betrachtet //syndikat das Vorgehen von Microsoft als eine Anmassung von Kompetenzen, die allenfalls staatlichen Untersuchungsbehörden vorbehalten seien. In Anbetracht der marktbeherrschenden Stellung von Microsoft, so die Online-Gewerkschaft in ihrem Schreiben weiter, bekomme das Vorgehen den Charakter einer Nötigung. //syndikat will nun rechtliche Schritte abklären und ruft die Firmen auf, die Auskunft zu verweigern. Zudem sollen die Betroffenen von Microsoft schriftlich Auskunft über die zu ihnen gespeicherten Firmendaten verlangen. Laut //syndikat sei Microsoft verpflichtet, diese Auskunft innerhalb von dreissig Tagen zu erteilen. Holger Rungwerth, Mediensprecher bei Microsoft Schweiz, hatte im Netzticker vor zwei Tagen die bestimmte, fast drohende Formulierung des Schreibens relativiert: Es gehe nicht um einen Rundumschlag. Microsoft habe nicht zur allgemeinen Jagd auf die Unternehmen geblasen, sondern wolle diesen helfen zu prüfen, wo ein Lizenzierungs-Nachholbedarf bestehe.