Telefónica droht Aufsichtsverfahren wegen UMTS-Lizenzauflageverletzung

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Das BAKOM wird in den nächsten Tagen ein Aufsichtsverfahren gegen 3G Mobile eröffnen, weil die Telefónica-Tochter die UMTS-Lizenzauflagen verletzt. Im schlimmsten Fall, so der Präsident der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) Marc Furrer gegenüber der Westschweizer Zeitung "L"Agefi", könnte dies zu einem Entzug der UMTS-Lizenz führen. Neben Swisscom Mobile, Orange und sunrise hatte 3G Mobile im Jahr 2000 ebenfalls eine UMTS-Lizenz für 50 Millionen Franken erworben und damit auch die Auflage, bis Ende 2004 50 Prozent der Schweizer Bevölkerung mit UMTS-Diensten zu erreichen. Bereits im Jahr 2002 gab Telefónica jedoch ihre Pläne auf, in der Schweiz ein viertes Mobilfunknetz aufzubauen. Folglich liegt auch die UMTS-Abdeckung näher bei Null als bei 50 Prozent. Das BAKOM ist nun verpflichtet, ein Aufsichtsverfahren zu eröffnen, die Schwere der Konzessionsverletzung zu ermitteln und schliesslich dem ComCom Massnahmen vorzuschlagen. Seitens Telefónica ist seit längerem bekannt, dass kein Interesse besteht, die Lizenz noch zu nutzen. In Österreich hat das Unternehmen die UMTS-Lizenz bereits wieder verkauft und auch in der Schweiz sollte die Lizenz nach Möglichkeit versilbert werden. Bisher ohne Erfolg.