Telefonieren im Auto vervierfacht Unfallrisiko
Wissenschafter der University of Western Australia in Perth haben herausgefunden, dass das Telefonieren am Steuer ein vierfach höheres Unfallrisiko darstellt. Für die Untersuchung wurden die Telefonrechungen von 456 Lenkern, die nach einem Verkehrsunfall ins Krankenhaus eingeliefert wurden, analysiert. Bei jedem Fahrer wurde die Telefonnutzung unmittelbar vor dem Unfall mit ähnlichen Fahrten 24 Stunden, drei Tage und eine Woche davor verglichen. Das Resultat: Telefonieren fünf oder auch zehn Minuten vor dem Unfall steht mit einer vierfach höheren Wahrscheinlichkeit eines Unfalls in Zusammenhang. Dabei spielt es keine Rolle, ob mit oder ohne Freisprecheinrichtung telefoniert wird. Die Wissenschafter erklärten, dass das Unfallrisiko durch den immer öfter stattfindenden Einbau von Freisprechanlagen nicht verringert werde. "Steigt die Handynutzung durch die neuen Technologien an, könnte das sogar zu einer Erhöhung der Unfallzahlen führen", sagte die Studienverantwortliche Suzanne McEvoy. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.
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