Télésonqiue bringt ehemalige Repräsentanten der Telecom Liechtenstein vor Gericht

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von cwe@netzwoche.ch
Heute, Montag Morgen, wurden mit Martin Meyer und Andreas Vogt im fürstlichen Landesgericht von Vaduz ehemalige Repräsentanten der Telecom Liechtenstein öffentlich einvernommen. Ebenfalls vor Gericht erscheinen musste Martin Frommelt, ehemaliger Direktor von Radio Liechtenstein. Den dreien werden Aktivitäten zur Verhinderung des liberalisierten Fernmeldewesens vorgeworfen. Klägerin ist der Schweizer Telekommunikationsanbieter Télésonique. Das Unternehmen hatte im Oktober 2001 Dienstleistungen und Abonnenten der Firma NETnet übernommen, eine Partnerfirma der Telecom Liechtenstein. Ziel der Übernahme war, am liberalisierten liechtensteinischen Telekom-Markt zu partizipieren. Seither, so Télésonique, habe Telecom Liechtenstein nichts unversucht gelassen, um den Markteintritt von Télésonique zu verhindern. Unter anderem habe sie fingierte Rechnungen an Télésonique gestellt, um als Folge der Nichtbezahlung alle Leitungen der lichtensteinischen Télésonique zu kappen. Gemäss Pressemitteilung wurde dieser Sachverhalt vom Genfer Tribunal de Première Instance anerkannt. Télésonique habe nebst finanziellen Einbussen in Millionenhöhe als Folge davon auch einen beträchtlichen Reputationsschaden zu verzeichnen.