Tortenwerfen beim britischen Big Brother Award

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Am 4.März wurde der Big Brother Award in seinem Entstehungsland Grossbritannien verliehen. Unumstritten waren die vier Big Brother-Awarde: Zum Worst Public Servant (schlimmster Beamter im öffentlichen Dienst) ernannt wurde Sir Richard Wilson, Cabinet Secretary, für seinen ununterbrochenen Einsatz zur Verringerung von Informationsfreiheit, Datenschutz und ministerieller Rechenschaftspflichtigkeit. Das Most Appaling Project (widerlichstes Projekt) war der Vorschlag des National Criminal Intelligence Service (NCIS), sämtliche E-Mails, Internetbesuche und Telefonanrufe der gesamten britischen Bevölkerung zu archivieren. Weiter ausgezeichnet wurde die Norwich Union als Most Invasive Company und das Department of Education and Skills als Most Heinous Government Ogranisation. Für Aufregung sorgte jedoch die Verleihung des Winston, dem Preis für den besonderen Einsatz und die Bewahrung der Privatsprähe und den Schutz der Menschenrechte. Winston heisst der Held im Roman 1984 von George Orwell, der den totalen Überwachungsstaat beschreibt – die Bezeichnung Big Brother bezieht sich auch auf dieses Werk. Ausgezeichnet mit einem Winston wurde unter anderem der ehemalige Angestellte des britischen Geheimdienstes MI5, David Shaylor, für seinen Einsatz um einen transparente Staat. Nicht einverstanden mit dieser Wahl waren jedoch Vertreter eines radikalen alternativen Newsletters, die dem Preiträger während seiner Dankesrede eine Sahnetorte ins Gesicht warfen.