USA: Anthrax-Schutz durch E-Mails

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Die Angst vor mit Anthrax-Sporen verseuchten Briefen könnte dem E-Mail-Marketing in den USA zumindest kurzfristig zu einem Schub verhelfen und dafür das klassische Direktmarketing (DM) vorübergehend zurückwerfen. Einige Versender von klassischen Mailings haben amerikanischen Medienberichten zufolge den Versand gestoppt und haben stattdessen E-Mail-Kampagnen lanciert. Andere warten mit dem Versand der Mailings noch zu, da sie mit Staus in den Posträumen der grossen Firmen rechnen. Mit langfristigen Folgen der Anthrax-Angst fürs DM rechnen in den USA allerdings die wenigsten. In Europa dürfte die Angst vor Anthrax nicht einmal kurzfristig für starke Bewegungen ins Internet sorgen. Einerseits ist hier die Internetanschlussdichte noch viel tiefer als in den USA, zudem wurden bisher noch keine Fälle von Briefen bekannt, die tatsächlich Anthrax-Sporen enthielten. In den USA hat die aktuelle Situation vor allem auch aufs Zahlungswesen spürbare Folgen: Princeton eCom, ein Unternehmen das sich auf Online-Rechnungsbezahlung spezialisiert hat, verzeichnete in den vergangenen Tagen eine Erhöhung der papiergeldlosen Zahlungen von 20 bis 25 Prozent, Konkurrent Paytrust eine Verdoppelung der Anfragen.