Verliert das Internet seine Seele?

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In den Vereinigten Staaten mehren sich die Stimmen, welche vor einem Verlust der demokratischen Strukturen des Internets warnen. Vor allem die Fusion zwischen America Online, dem grössten ISP weltweit, und Time Warner wird immer wieder als Beispiel für die zunehmende Gefahr angeführt, dass grosse Firmen zumindest Teile des Internets kontrollieren könnten. Als ISP, Content-Provider und Inhaberin des grössten amerikanischen Kabelnetzes für Breitandanschlüsse hätte AOL-Warner durchaus die Möglichkeit, das Angebot für die Konsumenten zu regulieren. Wie das vorgehen könnte, demonstrierte Time Warner vor rund einem Jahr. Im Rahmen einer Auseinandersetzung mit dem TV-Sender ABC entfernte sie diesen kurzerhand vom Angebot ihres New Yorker TV-Kabelnetzes. Eine ähnliche Entwicklung ist durchaus auch für das Internet denkbar, das sich nach Ansicht von Kritikern immer mehr in Richtung der durchregulierten TV- und Radio-Netze bewege. Spekulationen über weitere Mega-Merger zwischen Netzanbietern, Softwarehäusern und Contentlieferanten lassen diese Befürchtungen mehr als begründet erscheinen. Gefordert wird nun, dass sich der Staat als Regulator zu Gunsten der Freiheit des Internets einschalte. Des Amerikaner zwei liebste Güter, die Freiheit sowie das Recht auf freie Meinungsäusserung sollen so geschützt werden.