Virtuelle Grabsteine für Holocaust-Opfer
Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem hat eine zentrale Datenbank mit Personendaten von bislang etwa drei Millionen Holocaust-Opfern im Internet veröffentlicht. Etwa zwei Drittel Namen stammen aus Zeugen-Dokumenten in 14 Sprachen, die seit 1955 gesammelt wurden. Mit Hilfe fortgeschrittener Suchmechanismen können Benutzer auch mit sehr bruchstückhafter Information auf der Internet-Seite nach Namen suchen. Zudem sind etwa 100'000 Seiten mit Fotos von Nazi-Opfern zu sehen.
Die Erinnerungsseiten sollen auch als virtueller "Grabstein" für die Opfer dienen. Mit der neuen Datenbank werde das Andenken von Millionen ermordeter Juden für die Nachwelt verewigt, sagte die Holocaust-Überlebende und ehemalige Präsidentin des Europäischen Parlaments, Simone Veil, in einer Videoansprache. An der Eröffnungszeremonie rief die Leitung der Gedenkstätte in Jerusalem dazu auf, mitzuhelfen, die Namen und Lebensgeschichten weiterer jüdischer Opfer zu rekonstruieren.
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