Wie barrierefrei sind Schweizer Top-Apps?
Die Stiftung "Zugang für alle" will mit dem ÄCHZessibility Award ein Zeichen für die Barrierefreiheit von Apps setzen.
Die Stiftung "Zugang für alle", die sich in der Schweiz für barrierefreie Websites einsetzt, wird in Anlehnung an die Vergabe der Swiss App Awards vom kommenden Mittwoch, 21. März, den "ÄCHZessibility Award" vergeben. Die Swiss App Awards zeichnen besonders innovative Schweizer Smartphone-Apps aus. Mit dem "ÄCHZessibility Award" will die Stiftung ein Zeichen setzen und die nominierten Apps auf deren Barrierefreiheit hin überprüfen. "Wir wollen mit dem Award darauf aufmerksam machen, dass Barrierefreiheit in der Schweiz oft mit einem Kraftaufwand verbunden ist", begründet René Jaun, Accessibility-Spezialist und Initiant der Aktion, die Wahl des doch recht ausgefallenen Award-Namens.
Nominiert ja, aber barrierefrei?
Die bei den Swiss App Awards nominierten Apps sind nicht auf ihre Barrierefreiheit hin überprüft worden. Die Jury untersuche die eingesandten Apps zwar auf Usability, verzichte jedoch auf spezifische Accessibility-Tests mittels assistiven Technologien, wie "Zugang für alle" in einer Mitteilung schreibt. Aus diesem Grund habe sich die Stiftung entschieden, dies nachzuholen.
Auf dem Blog von "Zugang für alle" sollen folglich die nominierten Apps auf ihre Barrierefreiheit untersucht werden. "Es handelt sich dabei um eine Spontanaktion, bis vor einer Woche wussten wird selbst noch nicht, dass wir den ÄCHZessibility Award vergeben werden", erklärt Jaun weiter. Als Prüf-Experten werden diejenigen agieren, die auf zugängliche Apps angewiesen sind: Blinde Personen aus der ganzen Schweiz, die selbst Smartphones mittels Bedienhilfen nutzen.
Kein Teil der Swiss App Awards
Der "ÄCHZessibility Award" sei durch die Swiss App Awards inspiriert worden, stehe jedoch in keinem offiziellen Zusammenhang damit, erklärt Jaun weiter. Zudem habe "Zugang für alle" die Organisatoren der Swiss App Awards über die "ÄCHZessibility Award"-Aktion unterrichtet.
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