Zahl der Handynutzer soll auf über vier Milliarden steigen

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von christian.walter@netzwoche.ch
Der Umsatz mit Informations- und Kommunikationstechnik soll 2009 in der Schweiz nahezu stabil bleiben. Es wird lediglich mit einem Minus von 0,1 Prozent bezogen auf ein Total von 18,1 Milliarden Euro gerechnet. Dies geht aus einer Pressemitteilung der SWICO auf Basis aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO) hervor. Weiterhin heisst es dort, dass die Zahl der Handy-Nutzer in diesem Jahr erstmals die Marke von 4 Milliarden überschreiten soll. Danach steigt die Zahl der Handy-Nutzer von 3,9 Milliarden im Jahr 2008 auf 4,35 Milliarden 2009. Das entspräche einem Anstieg von 12 Prozent und im Total etwa zwei Dritteln der Weltbevölkerung. «Das stärkste Wachstum bei der Mobilfunknutzung kommt heute aus den Schwellen- und Entwicklungsländern», sagt EITO-Chairman Bruno Lamborghini. So soll die Zahl der Handy-Nutzer in Indien im Jahr 2009 voraussichtlich um 32 Prozent auf 457 Millionen steigen. In Brasilien rechnet EITO mit einer Zunahme der Mobilfunknutzer um 14 Prozent auf 172 Millionen und in China mit 12 Prozent auf 684 Millionen. In den Industrieländern wird mit deutlich niedrigeren Wachstumsraten gerechnet. Grund sei der bereits hohe Verbreitungsgrad von Handys. In der Europäischen Union soll die Zahl der Mobilfunkanschlüsse 2009 um 4 Prozent steigen und 641 Millionen erreichen. Damit gäbe es in der EU deutlich mehr Handy-Verträge als Einwohner. «In Europa, den USA oder Japan geht der Trend zu hochwertigen Multimedia-Handys mit Internetzugang», sagt Paul Brändli, Geschäftsführer des SWICO. Die Zahl der UMTS-Anschlüsse soll in der EU im Jahr 2009 um 36 Prozent auf rund 172 Millionen steigen, während die Zahl der herkömmlichen Anschlüsse auf Basis der so genannten GSM-Technologie abnehmen soll – und zwar um 5 Prozent auf 469 Millionen. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten in der EU soll deshalb um 10 Prozent auf rund 33 Milliarden Euro wachsen. In der Schweiz rechnet die EITO im laufenden Jahr mit einer leichten Steigerung der Zahl der Mobilfunk-Nutzer von 1,1 Prozent auf rund 9 Millionen. Davon entfallen 3,6 Millionen auf UMTS Nutzer. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 46 Prozent. Die Zahl der GSM-Nutzer in der Schweiz soll um 15 Prozent auf 5,4 Millionen sinken. Ein ähnliches Bild wird für die USA prognostiziert. Dort steige die Zahl der UMTS-Nutzer in diesem Jahr voraussichtlich um 74 Prozent auf 108 Millionen. Die Zahl der herkömmlichen GSM-Anschlüsse dagegen soll um 7 Prozent auf 177 Millionen sinken. Vorreiter bei der mobilen Datennutzung sind seit Jahren die Japaner. In Japan sind heute schon 90 Prozent aller Handys an schnelle Datennetze der dritten Generation angeschlossen.