Zentrale Stelle für Cybercrime-Bekämpfung

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Auf den 1. Januar 2003 soll in der Schweiz eine nationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung aller Art von Internetkriminalität ihre Arbeit aufnehmen – so will es der Bundesrat. Die Stelle wird mit neun Mitarbeitern starten, der Bundesrat hat die zusätzlichen Stellen bereits bewilligt. Die neue Koordinationsstelle soll die Ermittlungskompetenz der Kantone nicht tangieren, sondern diese Koordinieren. Zusätzlich wird sie ein allgemeines Internet-Monitoring durchführen und nationale Analysen der Internetkriminalität erstellen. Damit wird dem Ausland auch ein zentraler Ansprechspartner in Sachen Cybercrime zur Verfügung stehen. Auch wenn datenschützerische Bedenken betreffend des Internet-Monitorings berechtigt sind, ist die Schaffung einer zentralen Einrichtung für die Bekämpfung von Kriminalität im Internet zu begrüssen. Es ist ein Anachronismus, wenn in Zeiten der globalen Vernetzung in der Schweiz noch immer jeder Kanton bei der Ermittlung von Cybercrimes auf sich allein gestellt ist. Auch dürften durch die neue Stelle endlich schweizweit repräsentative Zahlen zu den Gefahren im Internet verfügbar werden – bisher eine riesige Lücke in den statistischen Daten. Die gemeinsam mit den Kantonen geschaffene Koordinationsstelle wird in das Bundesamt für Polizei eingegliedert. Zwei Drittel der Kosten übernehmen die Kantone.