Zukunft Glasfaser: Comcom will Telcos zur Zusammenarbeit bewegen
Für heute ist ein Treffen der Eidgenössischen Kommunikationskommission Comcom mit den Schweizer Telekommunikationsanbietern anberaumt. Auf der Traktandenliste steht dabei das schweizerische Glasfasernetz. In einem am Samstag in der Sendung Echo der Zeit auf DRS 2 gesendeten Interview erläuterte Comcom-Präsident Marc Furrer seine Ziele: Er will die Telcos dazu anhalten, beim Aufbau der Glasfaserinfrastruktur zu kooperieren.
Mit dem Verzicht auf mehrere parallele Netze könne Geld gespart werden, was letztlich dem Konsumenten zugute komme, so Furrer. "Wir haben derzeit eine Situation, die in der Telekommunitionsregulierung sehr selten auftritt, nämlich dass die Infrastruktur noch nicht gebaut ist." Die Kosten für eine gesamtschweizerische Abdeckung beziffert Furrer auf zwischen 8 Milliarden und 10 Milliarden Franken. Solche Investitionen könne sich jedoch nur Swisscom leisten. Die angestrebte Kooperation der Konkurrenten soll helfen, endlose Streitereien um den Netzzugang zu verhindern, wie sie beim Kupferkabel gang und gäbe sind.
Furrer warnt jedoch vor zu hohen Erwartungen: Am Montag werde sicher noch nichts entschieden. Der Comcom-Präsident erhofft sich jedoch, mit dem Treffen den Anstoss zu weiteren Diskussionen geben zu können.
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