Ehemaliger IT-Leiter von Luzern angeklagt
Die Staatsanwaltschaft Luzern hat den ehemaligen IT-Leiter des Kantons Luzern angeklagt. Sie wirft ihm Vorteilsannahme und Urkundenfälschung vor. Der Schaden soll über 300'000 Franken betragen.
Demnächst muss sich der ehemalige IT-Leiter des Kantons Luzern vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Luzern wirft dem 47-jährigen Schweizer Vorteilsannahme und mehrfache Urkundenfälschung vor, heisst es in einer Mitteilung.
Langwährige Ermittlungen
Die Ermittlungen in dem Fall begannen bereits im März 2013, nachdem der Regierungsrat Strafanzeige gegen den Kadermann eingereicht hatte.
Da auch eine deutsche Firma in den Fall involviert ist, wurden deutsche Strafverfolgungsbehörden aktiv. In mehreren Hausdurchsuchungen wurden zahlreiche Unterlagen und Daten sichergestellt. Durch die internationale Zusammenarbeit zogen sich die Ermittlungen in die Länge, heisst es weiter.
Über 300'00 Franken veruntreut
Die Untersuchungsakten und der Abschlussbereicht füllen laut Staatsanwaltschaft insgesamt 52 Bundesordner, wodurch das Ausmass des Falls deutlich wird.
Laut Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte unrechtmässige Provisionszahlungen über sogenannte "Provisions- oder "Tippgeberverträge" erhalten haben. Die Deliktsumme beläuft sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf 323'000 Franken. Bis zum Ende des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.
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