Blitzumfrage

Webtrends von Jürg Stuker

Uhr | Aktualisiert
von Marc Landis

In der aktuellen Blitzumfrage erklärt Jürg Stuker, CEO, Namics, welche Webtrends er erkennt, was die Kunden wollen und wie er die Zukunft der Schweizer Webszene sieht.

(Quelle: Namics)
(Quelle: Namics)

Welche Trends sehen Sie bei Webprojekten?

Jürg Stuker: Die Gemeinsamkeit ist der Beitrag von digi­talen Lösungen zum betriebswirtschaftlichen Erfolg. Dem Ziel haben sich alle "Trends", Technologien und neue Möglichkeiten unterzuordnen. Also singe ich auch kein Loblieb über Typographie, Bewegtbild, Mobile oder ­Social ... die spezifischen Anforderungen machen den Unterschied und nicht der Trend.

Wie haben sich die Anforderungen und Erwartungen Ihrer ­Kunden im Zusammenhang mit Webprojekten in den letzten ­Jahren verändert?

Wir nehmen einen deutlich höheren Bedarf nach Branchenkompetenz wahr. Das "generische Webprojekt" hat ausgedient – stattdessen gilt es, zunehmend Aufgaben zu erfüllen, die einen Einfluss auf das Geschäftsmodell, die Produkte, Dienstleistungen und die internen Prozesse unserer Kunden haben. Zudem dürfen wir immer häufiger als Full-Service-Partner tätig sein und dabei auch den Betrieb und die Vermarktung der Lösungen übernehmen.

Wie wirkt sich der Mobile-Trend auf Ihr Business aus?

Die mobile Nutzung ist nach Jahren des Predigens nun Realität. Somit ist der Bereich «Mobile Business Solutions» auch der am schnellsten wachsende bei Namics. Schwierig finde ich dabei aber die fehlende Einsicht, dass ein exzellentes Angebot für Mobile bei dem Medium selbst beginnen muss und nicht nachträglich reingearbeitet werden kann. So ist Responsive Webdesign nicht die Lösung, sondern meist nur ein schlechter Kompromiss. Es braucht optimierte User Journeys und auch für Mobile optimierte Inhalte. Idealerweise also eine Konzeption, die der Mobile-First-Idee folgt. Zudem braucht es den Aufbau der genannten Branchenkompetenz.

Wie sehen Sie die Zukunft der Schweizer Webszene?

Grundsätzlich bin ich sehr optimistisch. Der Schweizer Markt weist viele lokale Besonderheiten aus, die Schweizer Anbieter besser und gezielter bedienen können. Vertrauen in der Zusammenarbeit entsteht insbesondere auch über Menschen und Nähe. Andererseits schützen protektionistische Massnahmen der Politik unseren Binnenmarkt gegen Mitarbeiter mit einem ausländischen Arbeitsvertrag. Ich persönlich bin zwar ein Gegner solcher Regulierungen, dennoch bieten sie für Schweizer Anbieter einen Vorteil.

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