All-IP-Special

"Wir sind viel flexibler als zuvor"

Uhr | Aktualisiert
von George Sarpong

Welche Möglichkeiten bietet die Umstellung auf All-IP? Welche Herausforderungen stellen sich Unternehmen dabei? Peter Minder, VR Präsident und Delegierter der Bootswerft Heinrich, liefert Antworten.

Peter Minder, VR-Präsident und Delegierter der Bootswerft Heinrich. (Quelle: Bootswerft Heinrich)
Peter Minder, VR-Präsident und Delegierter der Bootswerft Heinrich. (Quelle: Bootswerft Heinrich)

Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Projekt.

Peter Minder: Wir haben kürzlich unsere Telefonanlage durch ein ­IP-System ersetzt. Unsere alte Anlage hatte von einem Tag auf den anderen ihren Geist aufgegeben. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung war es Zeit für eine zukunftsorientierte Alternative. Der Entscheid fiel zugunsten einer virtuellen Anlage, da hier keine Investitionen in die Hardware anfallen. Heute zahlen wir pro Monat einen fixen Betrag. Swisscom kümmert sich um den Betrieb der Anlage und allfällige Updates. Das alles ist für uns nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht interessant, sondern trägt auch zur Kostentransparenz bei.

Welche Möglichkeiten erhoffen Sie sich vom Wechsel auf All-IP?

Ausser dem fachlichen Know-how und dem handwerklichen Können ist für uns der persönliche Kontakt mit den Kunden und Lieferanten zentral. Von der IP-basierten Telefonie-Infrastruktur erhofften wir uns schnellere, aber auch einfachere Prozesse. Unsere Mitarbeitenden müssen etwa auch dann erreichbar sein, wenn sie mit dem Boot auf dem Wasser unterwegs sind.

Welche Probleme mussten oder müssen Sie noch lösen?

Bis dato haben wir nur gute Erfahrungen gemacht. Wir sind mit der neuen Anlage viel flexibler als zuvor. Anrufe leiten wir entweder automatisch oder manuell direkt auf das Handy weiter. Unterwegs, sprich auf dem Wasser, kann ich ein- und ausgehende Anrufe tätigen, als ob ich im Büro wäre. Das erlaubt uns, komplett standortunabhängig zu kommunizieren. Positiv überraschte uns übrigens die Möglichkeit, Fax-Nachrichten virtuell empfangen zu können und diese ohne Umwege über Papier weiterzuleiten.

Was raten Sie anderen Unternehmen, die noch vor der ­Umstellung stehen?

Der Schritt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir sparen Kosten und konnten Prozesse vereinfachen. Ausser auf eine moderne Telefonie­lösung setzen wir aber auch sonst auf digitale Werkzeuge, etwa die Kundenansprache via Facebook und Flickr. Die neue Generation unserer Kunden ist mit digitalen Medien aufgewachsen. Wer sich schon heute mit den Möglichkeiten von IP respektive der Digitalisierung auseinandersetzt, kann dementsprechend nur profitieren.

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