Toshiba verkauft und fusioniert, vielleicht
Toshiba ist am Anschlag. Im November wies der japanische Konzern miserable Zahlen vor. Jetzt klopfen die ersten Mitbewerber an die Tür. Sony will eine Fabrik, Fujitsu Kräfte bündeln.
Der japanische Elektronikkonzern Toshiba hat im zweiten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres umgerechnet 646 Millionen Franken Verlust gemacht. Die Umsätze gingen um 5 Prozent zurück. Drei ehemalige CEOs will der Konzern deswegen vor Gericht zerren. Hintergrund ist ein milliardenschwerer Bilanzfälschungsskandal.
Zwei andere japanische Konzerne nutzen nun offenbar die Gunst der Stunde. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, will sich Fujitsu mit Toshiba zusammentun. Konkret gehe es um eine Fusion der PC-Sparten beider Unternehmen. Reuters bezieht sich auf zwei namentlich nicht genannte Insider.
Fujitsu hatte im Oktober angekündigt, seine PC-Einheit abspalten zu wollen, wie es in dem Bericht heisst. Unter Berufung auf Nikkei Business Daily schreibt Reuters, dass mit der von Sony abgespaltenen Vaio Corp ein dritter PC-Hersteller Interesse an einem Zusammenschluss habe.
154 Millionen Franken für Fabrik
Sony hingegen ist an einer Fabrik Toshibas interessiert. Schon Ende Oktober hiess es, dass Toshiba plane, seine Kamerasensorsparte an Sony zu verkaufen. Dieses Gerücht bestätigte sich nun. Die beiden Unternehmen unterzeichneten eine "definitive Vereinbarung", wie Sony mitteilt.
19 Milliarden Yen - umgerechnet rund 154 Millionen Franken - wird Sony für die Halbleiterfabrik in der Präfektur Oita zahlen. Der Kauf soll bis zum 31. März 2016 abgeschlossen sein.
Toshiba beendete den Bau der Fabrik im Jahr 2004. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 24'100 Quadratmeter. Die Hauptprodukte der Fabrik sind CMOS-Sensoren und Memory-Controller.
Wenn die japanischen Wettbewerbsbehörden dem Kauf zustimmen, werden ungefähr 1’100 Mitarbeiter von Toshiba zu Sony wechseln, wie es in der Mitteilung heisst.
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