Aus Paymit und Twint wird Twint
Credit Suisse, Postfinance, Raiffeisen, UBS, ZKB, Six, Coop und Migros haben sich entschieden. Sie wollen eine gemeinsame mobile Bezahllösung. Die soll Paymit und Twint vereinen.
Es hatte sich schon im März abgezeichnet. Zuerst kündigten Postfinance und Six eine gemeinsame Bezahl-App an. Kaum eine Woche darauf setzten sich die Konsortien um Paymit und Twint an einen Tisch. Man prüfe eine Zusammenarbeit hiess es.
Diese Zusammenarbeit kommt nun zustande. In einer Mitteilung kündigen die Banken Credit Suisse, Postfinance, Raiffeisen, UBS, ZKB sowie Six, Coop und Migro eine gemeinsame "Mobile-Payment-Lösung für die Schweiz" an.
Für alle Händler und Konsumenten offen
Konkret will die Gruppe die beiden bestehenden Apps Paymit und Twint zusammenlegen. Bis zur Migration auf das neue unter dem Namen Twint laufende System sollen das bisherige Twint und Paymit wie gewohnt weiter laufen.
Gemäss Mitteilung soll das neue Twint allen Konsumenten sowie sämtlichen Händlern in der Schweiz offen stehen. Vom Grossverteiler bis zum Café. Herausgeber von Zahlkarten, Abrechnungsunternehmen sowie in- und ausländische Marktteilnehmer sollen das neue Twint ebenfalls nutzen dürfen.
Die neue Bezahl-App soll kanalübergreifend funktionieren. An der Ladenkasse, im Online-Shop, in Apps selber, an Automaten und natürlich zwischen Personen. Der ursprüngliche Zweck Paymits scheint hier offenbar durch.
Bluetooth, QR-Code und NFC unterstützt
Technologisch sei das neue Twint offen konzipiert. Die App unterstütze Bluetooth, QR-Code und NFC. Ausser den bestehenden Twint-Terminals sollen auch die vorhandenen Zahlterminals aller Anbieter mit der App funktionieren. Das Konsortium hinter dem neuen Twint verspricht sich dadurch eine "möglichst rasche und weitreichende Marktdurchdringung".
Den Betrieb der Lösung übernimmt die Twint AG. An der sind die fünf Banken sowie Six beteiligt. Thierry Kneissler wird das Unternehmen weiterhin als CEO führen.
Die Fusion von Paymit und Twint ist allerdings noch nicht vollends in trockenen Tüchern. Die Wettbewerbskommission muss dem Ganzen noch zustimmen. Ist diese Hürde genommen, soll Twint im Herbst dieses Jahres einsatzbereit sein.
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