Europäisches GPS geht online
Das Europäische Navigationsystem Galileo ist jetzt aktiv. Das System sei genauer als der amerikanische Konkurrent GPS. Bisher können allerdings nur nur wenige Geräte etwas mit Galileo anfangen.
Die Europäische Kommission hat heute das europäische Satellitennavigationssystem Galileo freigegeben. Das System soll eine Alternative für das amerikanische GPS oder dem russische Glonass bieten, wie die Europäische Raumfahrtagentur ESA mitteilt.
Galileo soll es erlauben, den Standort genauer festzustellen als mit anderen Navigationsystemen. Der kommerzielle Dienst soll den Standort bis in den Zentimeterbereich bestimmen können. Ausserdem ist das System nicht in der Hand des Militärs wie andere Systeme. Das soll auch im Krisenfall zuverlässige Navigation ermöglichen. GPS gehört dem US-Militär, Glonass dem russischen. Beide Militärs behalten sich vor, ihre Systeme im Krisenfall ungenau zu machen.
Noch mehr Satelliten benötigt
Das EU-System ist allerdings noch nicht vollständig und deshalb nicht voll funktionsfähig. Momentan befinden sich erst 18-Galileo-Satelliten im All. Davon seien momentan elf im Einsatz, wie Golem schreibt.
Bis 2020 wird die ESA zwölf weitere Satelliten ins All befördern um die deckungsfreie Versorgung sicherzustellen. Damit Endgeräte Galileo jetzt schon verwenden können, wird das Signal mit dem anderer Navigationssysteme wie GPS kombiniert.
Momentan sind allerdings nur wenige Geräte mit dem Navigationssystem kompatibel. Erst zwei Smartphones werden im Moment gelistet: Das Huawei Mate 9 und das Aquaris X5 Plus.
Die neueren Navigationsgeräte von Tomtom sind nach Angaben des Herstellers Galileo-ready. In Zukunft dürften mehr Geräte dazu kommen, denn die grossen Chiphersteller wie Qualcomm, Mediatek, Intel und Broadcom sowie der Schweizer Chiphersteller U-Blox bieten Galileo-taugliche Chipsätze an.
Satelliten-Navigation erklärt
Wie funktioniert Satellitennavigation? Die Satelliten kreisen im All um die Erde. Im Fall von Galileo geschieht das in einer Höhe von 23'222 Kilometer. Dabei funken sie stets ihre aktuelle Zeit und ihre Identität. Auf der Erde empfängt ein Gerät dieses Signal, etwa ein Smartphone. Das Smartphone kennt die Umlaufbahnen der Satelliten. Es kann deshalb zusammen mit der Zeit den genauen Standort des Satelliten berechnen.
Da sich die Satelliten im Weltall befinden, braucht das Signal einige Momente um das Smartphone zu erreichen. Die Sende- und die Empfangszeit des Signals unterscheiden sich deshalb. Dadurch kann das Smartphone die Entfernung des Satelliten berechnen, denn das Signal bewegt sich stets mit Lichtgeschwindigkeit. Das Smartphone erhält jedoch Signale von mehreren Satelliten. Es kennt also die Entfernung von mehreren Punkten im Raum. Dadurch kann es die eigene Position triangulieren.
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