Schweizer Unis räumen bei EU-Forschungsprogramm ab
25 Schweizer Forschungsprojekte haben Fördergelder vom Europäischen Forschungsrat (ERC) erhalten. Auch fünf ICT-Projekte sind unter den Gewinnern.
Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat 540 Millionen Euro Fördergelder für 231 Forschungsprojekte vergeben. Die Fördersumme der sogenannten "ERC Advanced Grants 2016" beträgt je Projekt bis zu 2,5 Millionen Euro, wie es in einer Mitteilung heisst. In Ausnahmefällen erhalten Projekte bis zu 3,5 Millionen Euro. Das Programm ist ein Teil des europäischen Forschungsprogramms "Horizon 2020".
Insgesamt 25 Forschungsvorhaben an Schweizer Hochschulen gewannen Fördergelder. Im Ländervergleich belegt die Schweiz damit den dritten Platz. Nur Deutschland (45 Projekte) und Grossbritannien (41 Projekte) waren noch erfolgreicher.

Aufteilung der geförderten Projekte nach Ländern und Forschungsbereichen. (Quelle: ERC)
Nach der Nationalität der Fördergeldgewinner landeten Schweizer Forscher jedoch nur auf dem achten Platz. Elf Schweizer Forscher, darunter 4 Frauen, konnten sich freuen. Dabei arbeiteten neun Forscher in der Schweiz und zwei im Ausland. Die Mehrheit der Forscher hat einen deutschen (46), britischen (37) oder niederländischen (21) Pass, heisst es weiter.

Nationalitäten der geförderten Forscher. (Quelle: ERC)
Unter den 25 Gewinnerprojekten sind auch einige mit ICT-Bezug. Fördergelder erhalten folgende Projekte:
"Skill Acquisition in Humans and Robots", Projektleiter Aude Billard, EPFL
"Additive Micro-Manufacturing for Plastic Micro-Electro-Mechanical Systems", Projektleiter Jürgen Brugger, EPFL
"Cybergenetics: Theory and Design Tools for Biomolecular Control Systems", Projektleiter Mustafa Khammash, ETH Zürich
"Soft Micro Robotics", Projektleiter Bradley Nelson, ETH Zürich
"Recurrent Neural Networks and Related Machines That Learn Algorithms", Projektleiter Jürgen Schmidhuber, Università della Svizzera italiana
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