21 Prozent nutzen KI

Wie KI die Reiseplanung in der Schweiz verändert

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von Chiara Binder und rja

Jede fünfte Person in der Schweiz nutzt künstliche Intelligenz bei der Reiseplanung. KI dient dabei am häufigsten als Ideenquelle. Yougov prognostiziert eine steigende Nachfrage an personalisierten Reiseangeboten.

(Source: freebird7977 / stock.adobe.com)
(Source: freebird7977 / stock.adobe.com)

Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Reiseplanung. 21 Prozent der Bevölkerung nutzen KI bereits als Ideenquelle für Reisen, wie eine Umfrage von Yougov ergeben hat. Bei den unter 45-jährigen sollen es sogar 29 Prozent sein.

66 Prozent der Ki-nutzenden Personen lassen sich Aktivitäten vorschlagen, 45 Prozent nutzen es für Destinationen, 43 Prozent für Routen. Flugsuche, Preisvergleiche und weitere klassische Planungsschritte sollen jedoch nach wie vor selten mit Hilfe von KI durchgeführt werden.

Die Grafik zeigt die Nutzungsarten von KI für die Reiseplanung visuell. Ideen für Aktivitäten auf einer Reise finden: 66 Prozent. Ideen für Reisedestinationen finden: 45 Prozent. Erstellung von Routenplänen: 43 Prozent. Restaurant- oder Aktivitätenempfehlungen: 33 Prozent. Geeignete Reisezeitpunkte: 32 Prozent. Preisvergleiche: 20 Prozent. Sicherheitslagen, Regeln, Visa, etc.: 17 Prozent. Hotelsuche: 17 Prozent. Reisedauer: 16 Prozent. Flugsuche 11 Prozent. Übersetzung/Kommunikation vor Ort: 11 Prozent. Andere: 2 Prozent.(Source: Yougov)

KI verändert laut Yougov insbesondere die Inspirations- und Orientierungsphase. Informationsquellen wie Reiseführer, Blogs oder Tourismusorganisationen könnten demnach an Bedeutung einbüssen. Die bei der Reiseplanung meistgenutzte KI ist gemäss Umfrage mit 88 Prozent ChatGPT.

Die 79 Prozent der Bevölkerung, die noch keine KI zur Reiseplanung nutzen, verzichten laut Yougov aus Gewohnheit, mangelnder Bekanntheit oder Misstrauen darauf. 20 Prozent dieser Nicht-Nutzenden gaben jedoch an KI für künftige Reisepläne einsetzen zu wollen. Unter jenen, die KI schon verwenden, wollen 71 Prozent sogar noch häufiger darauf zurückgreifen.

"Reiseplanung als Kulturtechnik wird kürzer und stärker automatisiert. Individuelle Recherche tritt zurück, denn Entscheidungen erfolgen zunehmend auf Basis kuratierter Vorschläge", lässt sich Michelle Koller, Research Consultant bei Yougov Schweiz, zitieren. "Damit wächst die Nachfrage nach hyperpersonalisierten, interessensbasierten Erlebnissen und begünstigt die Fragmentierung des Angebots hin zu modularen, AI-gestützten Individualreisen."

Über die Umfrage

Die Umfrage hat als Online-Interviews mit Mitgliedern des Yougov Schweiz Panels stattgefunden, wie Yougov schreibt. Die Befragung lief demnach während einer Woche im Januar 2026 und es wurden 1239 Personen in der Schweiz befragt. Yougov  quotierte und gewichtete die Ergebnisse nach Alter, Geschlecht und Sprachregion. Das Panel umfasste Personen im Alter von 15 bis 79 Jahren.

 

Übrigens: OpenAI hat angekündigt, dass mehrere ChatGPT-Versionen abgestellt werden. Darunter auch GPT-4o. Lesen Sie hier mehr dazu.

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