Umfrage

Wo ICT-Lehrabgänger nach einem Jahr stehen

Uhr | Aktualisiert

Knapp die Hälfte der Lehrabgänger von ICT-Berufen ist ein Jahr nach dem Abschluss noch berufstätig. Mehr als ein Drittel begann bereits wieder ein Studium oder eine Weiterbildung. Die Stellensuche bereitet den meisten von ihnen keine Schwierigkeiten.

(Source: michaeljung / Fotolia.com)
(Source: michaeljung / Fotolia.com)

ICT-Berufsbildung Schweiz hat Lehrabgänger von ICT-Berufen zu ihrer beruflichen Situation ein Jahr nach dem Abschluss befragt (Download der Umfrage als PDF). Knapp die Hälfte der Befragten arbeitet, wie der Verband in einer Mitteilung schreibt. 39 Prozent studierten wieder oder hätten eine Weiterbildung begonnen. Weitere 12 Prozent seien auf Stellensuche oder nicht erwerbstätig.

Mehr Lohn für ICT-Lehrabgänger

Von den Lehrabgängern, die ein Jahr später noch arbeiten, seien 45 Prozent noch bei ihrem ehemaligen Ausbildungsbetrieb angestellt. Das zeigt laut ICT-Berufsbildung Schweiz, dass Lernende für Unternehmen eine Investition in zukünftige Fachkräfte sind.

Was Lehrabgänger ein Jahr nach dem Abschluss machen. (Source: ICT-Berufsbildung Schweiz)

Die ICT-Lehrabgänger seien zumeist im Vollzeit-Pensum angestellt und arbeiteten vor allem in KMUs. Lehrabgänger aus Grossunternehmen blieben häufiger im Unternehmen, heisst es in der Studie. Im Vergleich zum Schweizer Durchschnittslohn der 20- bis 25-jährigen von rund 4700 Franken verdienten die Lehrabgänger in ICT-Berufen "markant mehr". Der Medianlohn liege bei 5000 Franken pro Monat.

Löhne ein Jahr nach dem Abschluss. (Source: ICT-Berufsbildung Schweiz)

Fast 50 Prozent der Lehrabgänger auf Stellensuche hätten diese innerhalb eines Monats gefunden. Die Lehrabschlüsse Informatiker/in EFZ und Mediamatiker/in EFZ seien auf dem Stellenmarkt gefragt, schreiben die Autoren. Eine knappe Mehrheit habe sich die Stelle aussuchen können, da sie mehr als ein Stellenangebot erhalten hätten. Mehr als die Hälfte der Befragten habe die Stellensuche als einfach bis sehr einfach wahrgenommen.

Wie schwierig war es, eine Stelle nach der Lehre zu finden? (Source: ICT-Berufsbildung Schweiz)

Nach der Lehre ist vor der Lehre

Vor allem die ausgebildeten Applikationsentwickler (52 Prozent) und die Informatiker mit der generalistischen Fachrichtung (58 Prozent) hätten ein Jahr nach dem Abschluss bereits wieder eine Aus- oder Weiterbildung begonnen, heisst es in der Studie weiter.

Geplante Weiterbildungen der Lehrabgänger. (Source: ICT-Berufsbildung Schweiz)

Drei Viertel der Lehrabgänger, welche sich in einer Weiterbildung befänden, studierten an einer Fachhochschule Informatik, 13 Prozent absolvierten eine Höhere Berufsbildung (FH, Fachausweis oder Diplom). Auch von den arbeitstätigen Befragten planten 81 Prozent, in den nächsten zwei bis drei Jahren eine Weiterbildung zu starten. Dies sei ein Zeichen für den hohen Spezialisierungs- und Qualifizierungsgrad der Schweizer ICT-Fachkräfte, so ICT-Berufsbildung.

Der Verband zieht denn auch ein positives Fazit der Befragung: "Die Nachbefragung ein Jahr nach dem Lehrabschluss zeigt, dass die Informatik- und Mediamatiklehre in der Schweiz ein ideales Sprungbrett für die Zukunft ist. Die befragten Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger können sich auf dem Arbeitsmarkt gut behaupten und finden schnell eine Stelle."

Branche der berufstätigen Lehrabgänger. (Source: ICT-Berufsbildung Schweiz)

Für die Studie wurden zwischen September und November 2017 335 von ingesamt 2429 ICT-Lehrabsolventen des Jahres 2016 in der deutschen und französischen Schweiz befragt, wie die Autoren schreiben.

Webcode
DPF8_75551

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