Jahresabschluss 2017

Migros wächst vor allem im Onlinegeschäft

Uhr | Aktualisiert

Migros hat 2017 mehr umgesetzt, aber weniger verdient. Das Kerngeschäft verzeichnete leichte Rückgänge. Positive Signale gab es vor allem im Onlinegeschäft.

(Source: Pixabay / Stevepb / CC0 Public Domain)
(Source: Pixabay / Stevepb / CC0 Public Domain)

Der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) hat im Geschäftsjahr 2017 1,2 Prozent mehr umgesetzt. Der Umatz stieg auf 28,1 Milliarden Franken, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Gewinn sank im gleichen Zeitraum um 24,2 Prozent auf rund 500 Millionen Franken. "Die Migros-Gruppe wächst und ist in Bewegung. Sie steht auf einer soliden Basis. Und sie soll auch in Zukunft kerngesund bleiben", kommentiert Fabrice Zumbrunnen, Präsident MGB, das Geschäftsjahr. Als Grund für den Einbruch beim Gewinn nennt Migros den starken Wettbewerb und Preisdruck.

Als Wachstumsfeld für die Zukunft nannte Migros den Bereich E-Commerce. Migros will dort die Führungsrolle ausbauen. Dazu investierte die Gruppe 2017 rund 1,5 Milliarden Franken in neue Ladenflächen und den Onlinehandel. Der Umsatz im Onlinegeschäft stieg auf fast 2 Milliarden Franken. Dies ist ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Tochtergesellschaft Digitec Galaxus ist Wachstumstreiber

Der genossenschaftliche Detailhandel schrumpfte um 0,5 Prozent auf rund 15,6 Milliarden Franken. Das mit Abstand grösste Umsatzwachstum gab es bei der Tochtergesellschaft Digitec Galaxus. Der Umatz stieg um 18,5 Prozent auf 834 Millionen Franken. Digitec bleibe die stärkere Marke von beiden. Gemäss Mitteilung holt Galaxus aber auf.

Zweistelliges Wachstum verbucht sonst nur noch der Bereich Migrolino (+11,3 Prozent). Das Onlinegeschäft mit Leshop.ch stagnierte dazu im Vergleich bei 181 Millionen Franken. Als Grund nennt Migros die Schliessung der beiden Drive-Standorte in Studen und Staufen. Weitere Details finden sich im interaktiven Geschäftsbericht des MGB.

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